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SPD: Giffey konzentriert sich nun auf «Herzenssache» Berlin

Franziska Giffey (SPD), bisherige Bundesfamilienministerin. Foto: Wolfgang Kumm/dpa/Archvibild

Berlin (dpa) - Die Berliner SPD hat sich ungeachtet des angekündigten Rücktritts als Bundesfamilienministerin hinter ihre Frontfrau Franziska Giffey gestellt. «Die Berliner SPD geht nun mit einer Spitzenkandidatin in den Wahlkampf, die sich mit ganzer Kraft auf ihre Herzenssache Berlin konzentriert», erklärte SPD-Landeschef Raed Saleh am Mittwoch, knapp vier Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 26. September. «Die Berlinerinnen und Berliner wollen eine Regierende Bürgermeisterin, die mutig ist, die zu ihrem Wort steht und gute Ideen für unsere Stadt hat», meinte er.

Angesichts anhaltender Diskussionen um die Aberkennung ihres Doktortitels bat Giffey am Mittwoch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um Entlassung. «Nach überaus erfolgreichen drei Jahren als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat Franziska Giffey gezeigt, wie man Wort hält und damit höchste Ansprüche an politische Integrität definiert», ergänzte Saleh, der die Berliner SPD gemeinsam mit Giffey leitet. Sie habe verbindlich und konsequent gehandelt.