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Rotes Kreuz: Teststellen müssen Nachverfolgung gewährleisten

Ein Arzt hält einen Tupfer, mit dem ein Abstrich für einen Coronatest gemacht wird. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa/bb) - Gegen Abrechnungsbetrug bei Corona-Schnelltests ist aus Sicht des Roten Kreuzes eine digitale Erfassung der Teilnehmerdaten notwendig. «Es ist einfach wichtig, dass datenschutzkonform eine Nachverfolgung möglich ist und nicht einfach nur die Zahl genannt wird, wie viel man am Tag getestet hat», sagte der Präsident des Berliner Landesverbands, Mario Czaja, am Dienstag im Inforadio des RBB. «Eine Dokumentation sollte man bei allen Betreibern einfordern.» So könnten die Behörden nachvollziehen, wer wann an welchen Standorten wie getestet wurde. So sinke der Anreiz zu betrügen. Das Rote Kreuz nutze solche Systeme.

Czaja sagte, in den Impfzentren des Roten Kreuzes könnten bis zum Beginn des neuen Schuljahres im August alle Kinder über zwölf Jahre geimpft werden. «Wir sind vorbereitet, auf die Situation einzugehen, wenn denn die Signale vom Senat und von der Stiko kommen.» Er wolle aber keine «Impfpflicht durch die Hintertür», sagte Czaja, der bis 2016 für die CDU Berliner Gesundheitssenator war. Es gebe berechtigte Argumente von Kinderärzten, die skeptisch seien. Man müsse abwarten, ob die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Empfehlung gebe.

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