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Rekordpreise für Immobilien in Brandenburg

Rekordpreise für Immobilien in Brandenburg. Symbolfoto: Soeren Stache/dpa

Der Immobilienmarkt in Brandenburg boomt bei weiter steigenden Preisen: Mit mehr als zehn Milliarden Euro habe der Umsatz beim Verkauf von Wohnhäusern, Eigentumswohnungen und Grundstücken im vergangenen Jahr ein neues Rekordniveau erreicht, berichtete der Vorsitzendes des Oberen Gutachterausschusses, Jürgen Kuse, am Dienstag bei der Vorstellung des Grundstücksmarktberichts 2021. Das war gut ein Viertel mehr Umsatz als im Vorjahr, bei nur unwesentlich mehr Kaufverträgen und Fläche.

Der durchschnittliche Preis für ein frei stehendes Einfamilienhaus stieg gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 361.000 Euro und bei Doppelhaushälften oder Reihenhäusern um etwa ein Fünftel auf 296.000 Euro. Doch auch Eigentumswohnungen, die früher nur in der Landeshauptstadt Potsdam eine Rolle gespielt hätten, seien nun auch im weiteren Umland gefragt, berichtete Kuse. Der durchschnittliche Preis habe mit 405.000 Euro über dem Durchschnittspreis von Einfamilienhäusern gelegen. In allen Segmenten seien die Preise damit wieder auf einen Höchststand gestiegen.

Der durchschnittliche Höchstpreis für ein frei stehendes Einfamilienhaus war wie im Vorjahr mit 1,1 Millionen Euro in Kleinmachnow (Potsdam-Mitelmark) fällig. 2020 hatte dieser Durchschnittspreis noch bei 922.000 Euro gelegen. Deutlich günstiger kamen 2021 Käufer in Bernau bei Berlin (Barnim) mit einem Durchschnittspreis von 466.000 Euro weg. Am unteren Ende der Skala lag die südbrandenburgische Gemeinde Uebigau-Wahrenbrück mit durchschnittlich 64.000 Euro für ein frei stehendes Einfamilienhaus.

Auch der Preis für Ackerland und Waldflächen zog nach langer Stagnation wieder an: beim Ackerland um 6 Prozent auf 1,12 Euro pro Quadratmeter und bei Forsten um 11 Prozent auf 69 Cent pro Quadratmeter.

Für das laufende Jahr erwartet Kuse ein ruhigeres Geschäft. Im ersten Halbjahr sei die Zahl der Kaufverträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund ein Viertel zurückgegangen, berichtete er. Unter anderem aufgrund von Krisen durch den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine gebe es eine gewisse Zurückhaltung, meinte Kruse. Der oberste Gutachter erwartet, dass sich der Preisanstieg in den kommenden Jahren deutlich verlangsamt.


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