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Recycelte Wolle: kreislauffähig ohne Tierleid

Recycelte Wolle: kreislauffähig ohne Tierleid. Foto: David Kavaler / RAFFAUF

Wolle ist ein Materialklassiker und im Winter nicht aus der Mode wegzudenken. Was jedoch viele nicht wissen: Die Gewinnung ist häufig mit großem Leid und Verletzungen für die Tiere verbunden. Die Berliner Marke RAFFAUF hat die Naturfaser daher neu gedacht und eine Winterkollektion aus recycelter Wolle entwickelt. Recyclingmaterialien in der Textilbranche werden häufig aus branchenfremden Ressourcen gewonnen, so werden zum Beispiel Plastikflaschen in recycelte Polyesterstoffe verwandelt. Wie wird aber eine Naturfaser wie Wolle recycelt?

Das Material basiert auf einem Abfallprodukt der Modeindustrie: Altkleidung. Große Mengen alter Wollkleidung werden gesammelt und farblich sortiert. Das Altmaterial wird gewaschen und in winzige Fasern zertrennt, aus denen ein vollkommen neuer Stoff gewebt wird. Gefärbt wird das recycelte Wollgewebe nicht: Das Ursprungsmaterial bestimmt die Farbe des Stoffes.

Eine der Herausforderungen in der Produktion ist die geringe Verfügbarkeit reiner Wollkleidung auf dem Markt. „Wir setzen bevorzugt reine Materialien ein, da sie in der Regel besser recycelt werden können als Mischfasern. Es gibt aber schlichtweg nicht genug getragene Kleidung, die zu 100 Prozent aus Wolle besteht, um daraus eine reine Recyclingwolle herzustellen.“, erklärt Designerin Caroline Raffauf. Denn für den Herstellungsprozess werden je Farbe mindestens 2.000 Kilogramm Altmaterial benötigt.

Da Wolle häufig mit Kunstfasern gemischt wird, sind diese auch in der Altkleidung zu finden. Im Recyclingprozess können Wolle und Kunstfaser jedoch nicht voneinander getrennt werden. Stattdessen wird der bestehende Materialmix vollständig wiederverwertet. Das Ergebnis ist eine Recyclingfaser, in der Wolle auf einen variablen Anteil verschiedener Kunstfasern trifft.

„Wir sind besonders stolz auf die Kreislauffähigkeit unseres neuen Materials. Der Stoff ist nicht nur recycelt, er kann auch wieder und wieder recycelt werden.“, so Raffauf. Bei Rückgabe verwertet das Label die Fasern der getragenen Kleidung erneut und lässt sie in zukünftige Kollektionen einfließen.

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