Bericht:

Raubüberfalle auf Kioske im U-Bahnhof: Angeklagte schweigen

Das Landgericht und die Staatsanwaltschaft in Berlin. Foto: Jens Kalaene/Archivbild

Berlin (dpa/bb) - Nach zwei Überfällen auf Kioske in einem U-Bahnhof in Berlin-Spandau stehen zwei junge Männer vor dem Landgericht. Ein 24-jähriger Angeklagter soll im Oktober 2018 mit einem bislang unbekannt gebliebenen Komplizen rund 14 500 Euro erbeutet haben. Der mitangeklagte 20-Jährige soll für die mutmaßlichen Räuber Gesichtsmasken und Einmalhandschuhe verwahrt haben. Ihm wird Beihilfe zur Last gelegt. Die Angeklagten verweigerten zu Beginn des Prozesses am Freitag eine Aussage.

Zu den Überfällen im U-Bahnhof Rathaus Spandau war es laut Anklage innerhalb von elf Tagen gekommen. Die Täter hätten jeweils eine hellblaue Maske mit weißem Rand über Mund und Nase getragen. Der 24-Jährige sei mit einem Messer bewaffnet gewesen und habe damit Angestellte bedroht. Im ersten Fall seien die Räuber mit 3500 Euro geflohen, im zweiten hätten sie 11 000 Euro erbeutet.

Der 24-Jährige wurde im November 2018 unmittelbar nach einem Überfall auf eine Tankstelle festgenommen. Für diese Tat ist er inzwischen zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Im jetzigen Verfahren stützt sich die Anklage unter anderem auf Aufzeichnungen von Überwachungskameras. Der Prozess wegen schwerer räuberischer Erpressung wird am 23. August fortgesetzt.

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