-

Pop kritisiert Bund für zu langsame Corona-Hilfe

Ramona Pop (Bündnis90/ Die Grünen), Senatorin für Wirtschaft. Foto: Annette Riedl/dpa/Aktuell

Berlin (dpa/bb) - Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) hat der Bundesregierung vorgeworfen, sich mit den Corona-Hilfen für Unternehmen zu viel Zeit zu lassen. «Der Bund kündigt Milliarden an, und es kommen Minibeträge bei den Betroffenen an», sagte Pop am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus. «Aber ich erwarte, dass der Bund hier liefert und nicht nur ständig ankündigt.» Bei der November- und Dezemberhilfe seien bisher nur 1,5 statt 40 Milliarden angekommen, rund 4 Prozent, kritisierte die Grünen-Politikerin.

«Eine besondere Dramatik haben wir mit Blick auf die Insolvenzen, die drohen», sagte Pop. «Es wäre an Zynismus kaum zu überbieten, wenn aufgrund fehlender Hilfszahlungen massenhaft Unternehmen in die Insolvenz getrieben werden.» Genau das sei die aktuelle Situation im Januar. Die Auszahlungen blieben in erheblichen Größenordnungen aus. Allein für das Land Berlin gehe es dabei um 350 Millionen Euro.

Auch aus der Wirtschaft hatte es Kritik am Bund wegen der Verzögerungen bei der Auszahlung der Novemberhilfen gegeben, die erst am Dienstag begonnen hat.

Zurück zur Liste