Ein Bericht von

Panda-Effekt: Schwarze Zahlen für Zoo und Tierpark erwartet!

Panda-Dame Meng Meng entspannt in Berlin in ihrem Gehege im Zoo. Foto: Paul Zinken/Archiv dpa
Archiv: -

Zoo und Tierpark in Berlin rechnen für 2017 mit schwarze Zahlen. In den Zoo seien seit dem Einzug der Pandas im Sommer deutlich mehr Besucher gekommen, sagte Sprecherin Christiane Reiss. Ob es ein Rekordjahr werde, sei aber noch nicht klar. Der verregnete Sommer habe auch Gäste abgeschreckt. Im Herbst mussten beide Tiergärten wegen eines Orkans an zwei Tagen komplett schließen. «Das gab es bisher noch nie», ergänzte die Sprecherin. Die detaillierte Besucherbilanz soll erst im neuen Jahr vorliegen.

Der Zoo hatte 2016 mit rund 3,2 Millionen Besuchern einen Jahresüberschuss von 3,6 Millionen Euro erzielt. Die gute finanzielle Lage hängt auch damit zusammen, dass viele Berliner den Zoo in ihren Testamenten bedenken. 2016 kamen auf diese Weise 5,6 Millionen Euro zusammen. Allerdings investierte der Zoo in den Jahren 2016/17 auch kräftig - unter anderem fast zehn Millionen Euro in ein neues Panda-Gehege.

Dem Tierpark im Osten der Stadt ging es 2016 mit 1,3 Millionen Besuchern und einem Jahresüberschuss von 747 000 Euro finanziell vergleichsweise schlechter. Aus Nachlässen flossen ihm lediglich rund 418 000 Euro zu. Das Land Berlin schoss sechs Millionen Euro an Betriebskosten zu. Der Tierpark rechnet nicht damit, dass dieser Zuschuss 2017 sinken kann. Im Dezember wurde im Tierpark ein Eisbärenbaby geboren. Überlebt es, hätte auch der Tierpark ab Frühjahr einen Besuchermagneten. Noch wird das Jungtier streng abgeschirmt. dpa

Zurück zur Liste