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Paddeln für die Einheit: 60 Kajakfahrer werden ausgezeichnet

Wanderpadler sind auf der Havel in der Potsdamer Innenstadt unterwegs. Foto: Klaus Peters/dpa-Zentralbild/dpa

Potsdam (dpa/bb) - Zum Tag der Deutschen Einheit haben 254 Paddler in jedem der 16 Bundesländer eine 30-Kilometer-Distanz absolviert. Rund 60 Kajakfahrer, die diesen Marathon bewältigt haben, wurden am Samstagabend in Potsdam dafür geehrt. Brandenburgs Sportministerin Britta Ernst (SPD) hielt in der Kanuscheune auf dem Olympiastützpunkt ein Grußwort an die Paddler und würdigte unter anderem den mit dem Mauerfall möglich gewordenen grenzenlosen Breitensport, wie Janett Mundil von den Wassersportfreunden Pirschheide der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag sagte.

Ihr Verein ist Gastgeber für die Wanderpaddler im Alter zwischen 40 und 80 Jahren. Sie kommen unter anderem aus Sachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Hamburg. Die Fahrt sollte bereits im vergangenen Jahr anlässlich der Einheits-Expo in Potsdam stattfinden, fiel aber wegen der Corona-Pandemie aus.

Einige der Hobbysportler erzählten Mundil zufolge der Sportministerin von ihren Erlebnissen während der Touren und zeigten sich begeistert über die Gastfreundschaft in den jeweiligen Bundesländern. Zudem betonten sie, welch große Möglichkeiten sich nach dem Mauerfall für die Paddler ergeben hätten. Viele hatten nach Angaben des Deutschen Kanuverbandes (DKV) erstmalig die Gelegenheit, auf Flüssen wie der Weser oder der Mosel zu paddeln. Mancher konnte sich einen Traum erfüllen und vom Rhein aus auf die Loreley blicken. Andere fuhren in den Spreewald oder entdeckten einen anderen Teil der Elbe.

Zuvor hatten die prämierten Wassersportler aus ganz Deutschland am Samstagvormittag bei schönstem Sonnenschein und herbstlichen Temperaturen noch einmal ihre Ausdauer gezeigt und waren rund 30 Kilometer gepaddelt. Die Tour führte unter anderem über den Petzinsee, die Neustädter Havelbucht, den Tiefen See zur Glienicker Brücke bis zur Sacrower Heilandskirche und zurück. Am Sonntag, dem Tag der Deutschen Einheit, war noch eine Tour rund um Werder über eine Distanz von 18 Kilometer geplant. Der Deutsche Kanuverband und die Länderverbände hatten die Einheitsfahrten organisiert.

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