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«One Love»-Binde: Kevin-Prince Boateng kritisiert den DFB

Soeren Stache/dpa/Archivbild

Fußballprofi Kevin-Prince Boateng hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) in der Debatte um die vom Fußball-Weltverband FIFA verbotene «One Love»-Kapitänsbinde kritisiert. Er hätte vom Verband mehr Rückgrat erwartet, sagte der Mittelfeldspieler von Hertha BSC am Sonntag in der Sport1-Sendung «Doppelpass». «Wenn ich mich entscheide, die Binde zu tragen, dann muss ich das auch machen. Wenn ich es dann nicht tue, brauche ich mir auch nicht den Mund zuzuhalten», sagte der 35-Jährige.

Er sehe das Hauptproblem darin, dass die entsprechenden nationalen Verbände vor dem Turnier behauptet hätten, dass sie «die Binde tragen, egal was passiert». Dies nun trotz der vorherigen Aussagen doch nicht zu tun, sei seiner Meinung nach «lächerlich». Nicht-sportliche Debatten sollten seiner Meinung nach jetzt vom Team ferngehalten werden.

Die FIFA hatte das Tragen der «One Love»-Armbinde, die ein Symbol für Vielfalt sein sollte, unter Androhung von Sanktionen untersagt. Sieben europäische Verbände, darunter der DFB, hatten daher auf die geplante Aktion verzichtet.

Er selbst habe noch kein Spiel der Weltmeisterschaft über die gesamten 90 Minuten geschaut, sagte Boateng. «Ich liebe Fußball. Mein Leben ist Fußball. Aber das, was da passiert, ist gegen alles, wofür Fußball steht», sagte Boateng. Bereits vor einer Woche kritisierte Boateng in seiner Kolumne für die Sport1 die Vergabe des Turniers nach Katar scharf. «An dieser WM klebt Blut», schrieb er.

Auch die jüngsten Diskussionen über die Teilnahme der deutschen Spieler an Pressekonferenzen empfand der Berliner als unnötig. «Auch da waren die Regeln vorher bekannt», sagte Boateng vor dem Spiel der deutschen Mannschaft gegen Spanien am Sonntagabend (20.00 Uhr/ZDF und MagentaTV).


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