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«Oben ohne» auf dem Wasserspielplatz: Gericht prüft Klage

«Oben ohne» auf dem Wasserspielplatz: Gericht prüft Klage. Symbolfoto: Arne Dedert/dpa

Der Streit um entblößte Brüste auf einem Berliner Wasserspielplatz beschäftigt heute (10.00 Uhr) das Landgericht Berlin. Die betroffene Frau verlangt mit der Zivilklage eine angemessene Entschädigung nach dem Antidiskriminierungsgesetz des Landes Berlin (LADG). Ihr Fall ist die wohl bislang prominenteste Beschwerde, die sich auf das Gesetz stützt, das es seit nun gut zwei Jahren gibt. Berlin ist bislang das einzige Bundesland mit einem eigenen Antidiskriminierungsgesetz, andere Länder wollen nachziehen. Das Gesetz soll Menschen vor Diskriminierung seitens der Behörden schützen und Ansprüche auf Schadenersatz ermöglichen.

Die 38 Jahre alte Klägerin hatte sich im Juni 2021 mit freiem Oberkörper auf dem Wasserspielplatz Plansche im Bezirk Treptow-Köpenick aufgehalten. Daraufhin war sie zunächst von Sicherheitskräften, dann von der Polizei aufgefordert worden, ihre Brust zu bedecken oder das Gelände zu verlassen. Später wandte sich die Frau an die Ombudsstelle und klagt nun gegen den Bezirk. Ob die zuständige Zivilkammer noch am selben Tag eine Entscheidung fällen wird, ist nach Angaben eines Gerichtssprechers offen.


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