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«Neu orientieren»: Unions Heintz hakt schwere Zeit ab

ominique Heintz in Aktion. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Berlin (dpa) – Dominique Heintzplant bei seinem neuen Verein Union Berlin einen Neuanfang in der Fußball-Bundesliga. «Das letzte halbe Jahr war nicht einfach für mich», sagte der 28-Jährige, der in der Hinrunde bei seinem alten Verein SC Freiburg lediglich am ersten Spieltag einmal eingewechselt worden war, in einer Medienrunde am Mittwoch im Stadion An der Alten Försterei. «Aber das habe ich hinter mir gelassen. Ich will mich neu orientieren und wieder auf dem Platz stehen.»

Nach dreieinhalb Jahren beim badischen Verein, in denen er in den ersten drei Jahren «fast immer auf dem Platz stand», will Heintz bei den Köpenickern wieder Verantwortung übernehmen: «Meine Stärke ist mein linker Fuß sowie der Aufbau von hinten heraus.» Durch die Kürze der Vorbereitung und der aktuellen Konkurrenz in der Berliner Abwehr weiß der frühere Nationalspieler diverser Nachwuchsteams aber noch nicht, ob er zum Rückrundenauftakt am Samstag bei Bayer Leverkusen (15.30 Uhr/Sky) in der ersten Elf stehen wird. «Das ist eine Trainer-Entscheidung, wie schnell er mich reinwirft. Ich warte auf meine Chance und freue mich, wenn es dann soweit ist.»

Trotz des schweren Halbjahres hegt Heintz, der in seiner Pfälzer Heimat mit seinem Freund, dem Sänger Pietro Lombardi, schon mehrere Benefizspiele für krebskranke und benachteiligte Kinder organisiert hat, keine Revanchegelüste gegenüber den Freiburgern. Es sei nicht sein Ziel, «Freiburg was reinzudrücken», Ziel sei der Klassenerhalt, sagt der Neuzugang des Tabellensiebten, der nur einen Punkt hinter den Champions League-Plätzen liegt. Ein weiteres Ziel liegt aber nicht in den Händen des früheren Stürmers, der vom sechstes bis zum 20. Lebensjahr beim heutigen Drittligisten 1. FC Kaiserslautern gespielt hat und für den Miroslav Klose ein Vorbild war: «Der FCK bedeutet mir sehr viel, das weiß jeder. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie diese Saison was reißen.»