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Nervosität im Taiwan-Konflikt nimmt zu

Nervosität im Taiwan-Konflikt nimmt zu
Der Jahrzehnte andauernde Taiwan-Konflikt gewinnt wieder an Schärfe. China teilte am Montag mit, von Dienstag bis Samstag dieser Woche eine Militärübung im Südchinesischen Meer abzuhalten. Bereits am Montag drangen vier chinesische Kampfjets vom Typ J-16 in die Luftverteidigungszone von Taiwan ein.
Ebenfalls am Montag wurde bekannt, dass Nancy Pelosi, Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses und damit offiziell "Nummer drei" der US-Regierung, auf ihrer Asien-Reise auch Taiwan besuchen will. Tagelang hatte sie diese Frage offengelassen, während China bereits für den Fall eines Pelosi-Besuchs in Taiwan mit Konsequenzen drohte. China warnte, das Militär würde in dem Fall "nicht tatenlos zusehen". China betrachtet Taiwan als Teil des eigenen Landes. 1949 - nach der Niederlage im Bürgerkrieg gegen die Kommunistische Partei und der Gründung der Volksrepublik China auf dem Festland - hatten sich Regierung, Eliten und Streitkräfte der 1912 ausgerufenen Republik China auf die Insel Taiwan zurückgezogen. Nach jahrzehntelanger Einparteienherrschaft gilt Taiwan mittlerweile neben Japan als einer der demokratischsten Staaten Asiens. Gleichzeitig ist das Land mit rund 24 Millionen Einwohnern technisch hochentwickelt. Deutschland unterhält offiziell keine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan.

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