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Narren feiern Start der «fünften Jahreszeit» mit Abstand

Funkenmariechen von Karnevalvereinen stehen mit Abstand zwischen Zollstöcken auf dem Boden. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Cottbus/Potsdam (dpa/bb) - Die Narrensaison hat in Brandenburg begonnen - wenn auch mit coronabedingten Einschränkungen. In Cottbus wurde am Donnerstag bei strahlendem Sonnenschein pünktlich um 11.11 Uhr eine Konfettikanone abgefeuert. Der Rathausschlüssel wurde im Freien an die Karnevalisten übergeben. Auch eine Tanzeinlage der Funkenmariechen gab es zu sehen, die jüngste Teilnehmerin war sechs Jahre alt. Damit der nötige Abstand eingehalten werden konnte, waren am Boden symbolisch Zollstöcke ausgebreitet. Außerdem mussten Masken getragen werden. Auch in Spremberg wurde der Rathausschlüssel draußen an die Karnevalisten übergeben. In Potsdam bekamen die Narren den Schlüssel in diesem Jahr ebenfalls vor dem Rathaus. Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) kam unter dem Gesang «Schubert gib den Schlüssel raus, sonst stürmen wir dein Haus» nach draußen und überreichte den goldenen Schlüssel und die leere Stadtkasse.

Auch in den kommenden Monaten wollen die Närrinnen und Narren in Potsdam wieder feiern. «Wir hatten neulich ein Oktoberfest unter 2G-Regel, das lief wunderbar», sagte Narrenschiff-Prinzessin Julia. 2G steht dafür, dass nur Geimpfte und Genesene mitmachen. Der Karnevalsverband Berlin-Brandenburg blickt aber noch vorsichtig auf die nächsten Monate. «Wir haben ja jetzt gerade mit der vierten Welle die Problematik wie im letzten Jahr, das macht es uns nicht leichter», sagte ein Sprecher. «Wir sind da sehr bedacht und sehr vorsichtig.» Die meisten Vereine planten daher erst für Januar und Februar ihre öffentlichen Veranstaltungen. In Brandenburg sind dem Karnevalsverband Berlin-Brandenburg zufolge 137 Vereine organisiert.