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Nach Fan-Grüßen: Union schwitzt nun in Österreich

Berlins Robin Knoche (r) trifft mit dem Kopf zum 3:0. Foto: Andreas Gora/dpa

Berlin (dpa) - Mit einer kleinen Ehrenrunde verabschiedeten sich die Profis des 1. FC Union von den 3278 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei, die stellvertretend für die Hoffnung auf eine etwas normalere Saison stehen. Die Akteure, allen voran Vizekapitän Marvin Friedrich und Torwart Andreas Luthe, wurden nach dem 3:0 im Test gegen Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden mit Applaus ins zweite Trainingslager der aktuellen Vorbereitung geschickt. «Die Belastung wird hoch sein», kündigte Trainer Urs Fischer bereits harte Tage an. Nach dem trainingsfreien Sonntag beginnt am Montag das zehntägige Camp in Oberlängenfeld (Österreich). «Ein Trainingslager ist immer gut. Man ist weg von zu Hause. Es ist gut, auch mal was anderes zu sehen», sagte Fischer. Die Zusammensetzung des Kaders für die Tage in Tirol machte Union zunächst nicht öffentlich. Offen ist, ob Julius Kade mitreisen wird. Der Mittelfeldspieler war der Einzige der externen elf Neuverpflichtungen, der gegen Kades Ex-Club Dynamo nicht zum Einsatz kam. «Das war mit ihm auch so abgesprochen», sagte Fischer, ohne die konkreten Gründe zu nennen.

Union hatte Kade vor wenigen Wochen erst aus Dresden per Option zurückgekauft, obwohl seine Aussichten auf Bundesligaeinsätze wie schon in der Spielzeit 2019/20 (null Pflichtspielminuten) gering zu sein schienen. Für Kade könnte es zurück zu Dynamo gehen. «Es hat uns auf jeden Fall wehgetan, dass die Rückholaktion stattgefunden hat. Wir nehmen ihn mit Kusshand zurück, wenn so etwas im Bereich des Möglichen steht», sagte Dresdens Trainer Alexander Schmidt.

Union ist immer noch auf der Suche nach einem weiteren Torhüter. Ein Kandidat könnte der Däne Frederik Rönnow sein. Darüber berichtete zuerst der Kicker. Der 28 Jahre alte Schlussmann von Eintracht Frankfurt war in der vergangenen Saison an Absteiger Schalke 04 ausgeliehen. Aktuell ist Rönnow noch im Urlaub, weil er bei der EURO 2020 im dänischen Kader stand.

Für Union waren gegen Dresden Marcus Ingvartsen (37. Minute), Andreas Voglsammer (45.) und Robin Knoche (54.) erfolgreich. Der Verein spendete die Ticketeinnahmen für die Hochwasserhilfe in den betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. «Es ist eine kleine Geste, die vielleicht ein bisschen Mut macht. Die betroffenen Menschen sollen wissen, dass sie nicht allein sind», sagte Präsident Dirk Zingler.

Das nächste Testspiel ist am Freitag im Rahmen des Trainingslagers geplant. Einen Gegner benannte Union bislang nicht. Am Samstag gibt es in Imst eine weitere Vorbereitungspartie gegen den französischen Erstligisten OGC Nizza. Ob dann schon Union-Kapitän Christopher Trimmel mitwirken wird, erscheint fraglich zu sein. Österreichs EM-Teilnehmer soll nach seinem verlängerten Urlaub erst am Montag im Trainingscamp zur Mannschaft stoßen.

© dpa-infocom, dpa:210717-99-419419/3

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