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Mutmaßlicher Auto-Brandstifter in Berlin-Spandau gefasst

Ein Auto steht in Flammen. Foto: David Young/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa/bb) - Kurz nach dem Brand eines Autos und eines Anhängers in Berlin-Spandau hat die Polizei den mutmaßlichen Brandstifter gefasst. Angaben von Zeugen führten die Polizei in der Nacht zu Mittwoch zu dem 18-jährigen Verdächtigen, wie die Polizei mitteilte. Ein politisches Motiv sei derzeit nicht erkennbar, hieß es. Weitere Fahrzeuge wurden in Wedding und Neukölln angezündet.

In dem Spandauer Stadtteil Staaken hatte ein 20-jähriger Spaziergänger gegen 23.30 Uhr das brennende Auto bemerkt und Polizei und Feuerwehr alarmiert. Das Auto brannte aus, ein weiterer Wagen wurde beschädigt. Von dem Anhänger auf dem gegenüberliegenden Gehweg wurden laut einem Sprecher Plane und Ladung durch Flammen beschädigt.

Nach der Befragung von Zeugen identifizierte die Polizei den 18-Jährigen, der in der Nachbarschaft wohnt, als mutmaßlichen Täter. Gegen 2.00 Uhr wurde er in der Wohnung seiner Eltern festgenommen. Die Polizei beschlagnahmte diverse Beweise, darunter die Kleidung, die der 18-Jährige bei den Taten getragen haben soll. An dem angezündeten Auto und am Anhänger wurden Spuren gesichert, die auf eine vorsätzliche Brandstiftung hindeuteten. Der Mann sollte am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden.

Gegen 0.40 Uhr brannte auf einem Parkplatz in Wedding ein Auto. Die Feuerwehr löschte den Wagen, der vollständig ausbrannte. Ein weiteres Auto wurde am Heck beschädigt. In der Walterstraße in Neukölln standen zwei geparkte Krankenfahrstühle, kleine Fahrzeuge mit Motor für eine Person, in Flammen. Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen. Die Fahrzeuge wurden zerstört.

In Berlin werden fast jede Nacht Autos angezündet und vom Feuer zerstört. Die meisten Taten sind unpolitisch. Motive sind Vandalismus oder Rache.

© dpa-infocom, dpa:210714-99-375920/4


 
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