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Museum in Altranft thematisiert Eigensinn der Oderbrücher

Kenneth Anders, Leiter vom Oderbruchmuseum «Museum Altranft - Werkstatt für ländliche Kultur», zeigt in einer Ausstellung im Herrenhaus Altranft eine selbst gebaute Mausefalle. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Altranft (dpa/bb) - Das Oderbruchmuseum Altranft (Landkreis Märkisch-Oderland) widmet sich in diesem Jahr dem Thema Eigensinn. Die Bewohner der Kulturlandschaft im östlichen Brandenburg seien es gewohnt, ihren Grund und Boden in Selbstverantwortung zu bewirtschaften und sich dabei nicht reinreden zu lassen, sagte Kulturwissenschaftler Kenneth Anders, Programmleiter des Museums. Der Begriff Eigensinn sei in seiner Interpretation keinesfalls nur negativ zu sehen.

Die Museumsmacher im Schloss Altranft hoffen, traditionell am Ostersonntag wieder für Besucher öffnen zu können. Bis dahin werde das Programm vorbereitet, sagte Anders.

Derzeit sind die Museen in Brandenburg wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Bund und Länder hatten angekündigt, dass sie bei einem stabilen Wert über mehrere Tage von höchstens 35 neuen Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche unter anderem Museen wieder öffnen wollen.

Erwartungsvoll schauen die Oderbrücher in diesem Jahr nach Brüssel. Die Europäische Kommission soll darüber entscheiden, ob das Oderbruch als größter eingedeichter und besiedelter Flusspolder des Kontinents als europäisches Kulturerbe anerkannt wird. Die Idee für die Bewerbung stammt von Anders und seinen Mitstreitern im Oderbruchmuseum.

© dpa-infocom, dpa:210223-99-551516/3

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