Bericht:

Müller zu Treffen mit iranischen Oppositionellen bereit

Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin. Foto: Monika Skolimowska/Archivbild

Berlin (dpa) - Das Treffen des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller (SPD), mit seinem Amtskollegen aus Teheran in der vergangenen Woche sorgt weiter für Kritik. Der Rabbiner Abraham Cooper vom US-amerikanischen Simon-Wiesenthal-Zentrum warf Müller am Mittwoch vor, damit ein falsches Signal gesetzt zu haben.

Müller habe ihm zugesagt, nun iranische Oppositionelle treffen zu wollen, sagte Cooper. «Das wäre ein wichtiges Zeichen der Solidarität». Der Regierende Bürgermeister erklärte dazu auf Anfrage: «Ja, wir sind über die Möglichkeit eines Treffens mit iranischen Oppositionellen im Gespräch.»

Man könne sich nicht gegen Antisemitismus engagieren, gleichzeitig aber den Vertreter eines Regimes treffen, das den Holocaust leugnet und die Vernichtung Israels befürwortet, sagte Cooper. Müller hatte Teherans Bürgermeister Pirus Hanachi im Roten Rathaus empfangen. Danach war Cooper mit Müller zusammengekommen.

Cooper sagte, der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, wolle eine Liste für mögliche Teilnehmer an dem Treffen zusammenstellen. Bei der Begegnung mit Müller habe Cooper nach eigenen Worte auch gefordert, dass sich Berlin für ein Verbot der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah einsetzen soll. Er wisse, dass dies in die Zuständigkeit der Bundesregierung falle. Hisbollah verbreite «eine Ideologie des Hasses», die sich auch auf Berlin auswirke.

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