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Müller hält Möglichkeiten beim Impfen für «ausgereizt»

Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Christophe Gateau/dpa

Berlin (dpa) - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hält die Möglichkeiten der Politik, bei den Corona-Impfungen noch nennenswerte Fortschritte zu erzielen, allmählich für erschöpft. «Wir haben sehr viel Aufklärungsarbeit geleistet», sagte der SPD-Politiker am Dienstag und verwies auf Brief-, TV-, Radio- oder Social Media-Kampagnen ebenso wie auf niedrigschwellige Angebote in Einkaufszentren, auf Parkplätzen oder in Clubs. Doch alles laufe zäh und langsam. «Minimalste Schritte kommen wir nur voran», so Müller. «Ich komme jetzt an einen Punkt, wo ich denke, vielleicht haben wir das, was wir machen können als Politik, auch ausgereizt.»

Müller schließt daraus: «Ich glaube, wir brauchen dringend Bündnispartner jetzt, Bündnispartner, die noch mal mehr Menschen oder andere Menschen erreichen als wir.» Als Beispiele nannte er Gastronomen, Hotels, Theater, Sportarena, Kino - überall dort könne auf die Bedeutung des Themas Impfen hingewiesen werden.

Allen müsse bewusst sein, dass mit der aktuellen Impfquote von gut 60 Prozent viel erreicht worden sei, aber Richtung Winter 75, 80 oder noch besser 85 Prozent nötig seien. «Wir haben es in der Hand, es in den nächsten Monaten abzusichern», sagte Müller. Ziel müsse sein, mit deutliche höherer Impfquote in den Winter zu starten, «ohne dass wir wieder zu einschränkenden Maßnahmen kommen, ohne dass wieder Betriebe, Sportveranstaltungen, Kultureinrichtungen geschlossen werden müssen».


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