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Mordprozess gegen Rocker: Weitere Plädoyers erwartet

Der Angeklagte verdeckt im Gericht in Berlin mit einem Zettel sein Gesicht. Foto: Matthias Balk/Archivbild

Berlin (dpa/bb) – Im Berliner Mordprozess gegen Rocker der Hells Angels wegen tödlicher Schüsse in einem Wettbüro werden heute weitere Plädoyers erwartet. Nach fast fünfjähriger Verhandlung in dem bislang größten Rocker-Prozess der Hauptstadt hat die Staatsanwaltschaft für acht der zehn Angeklagten auf lebenslange Freiheitsstrafen plädiert. Einer dieser Männer gilt als Chef der Gruppierung. Der 35-Jährige soll den Anschlag aus Rache in Auftrag gegeben haben. Er sei der Anstiftung zum Mord schuldig, hieß es im Plädoyer der Staatsanwaltschaft vor einer Woche.

13 teils vermummte Männer waren am 10. Januar 2014 hintereinander in das Wettspiel-Café in Berlin-Reinickendorf marschiert. Der Mann an der Spitze hielt eine Pistole in der Hand. Im Hinterzimmer feuerte er auf den 26 Jahre alten Geschädigten, der durch sechs Kugeln getroffen wurde. Der Anschlag vor laufenden Überwachungskameras dauerte 25 Sekunden. Sechs Angeklagte hatten sich im Prozess geäußert und den Mordvorwurf zurückgewiesen. Es habe keinen Tötungsauftrag gegeben, hieß es unter anderem in ihren Erklärungen.

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