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Modellversuch zu Luftfiltern in Kitas

Mehrere Bobbycars stehen auf dem Spielplatz eines Kindergartens. Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa/bb) - Ein Modellversuch soll mehr Klarheit über Vor- und Nachteile von Luftfiltern in Berliner Kitas in der Corona-Pandemie bringen. Der für die Bezirke Treptow-Köpenick und Neukölln zuständige Kita-Eigenbetrieb werde die Geräte nun in zwei Einrichtungen ausgiebig testen, teilten die zuständigen Bezirksstadträte am Dienstag mit. Der Einsatz solcher Geräte in Kitas und Schulen ist umstritten: Etliche Eltern oder etwa auch die CDU fordern schon länger eine flächendeckende Anschaffung. Der Senat setzt auf Luftfilter bisher eher als ergänzendes Instrument dort, wo das Öffnen der Fenster schwierig ist, insbesondere in der kalten Jahreszeit. «Ich begrüße die Initiative von Eltern, sich für den Einsatz von Luftfiltern stark zu machen. Mit dem geplanten Modellprojekt unterstützen wir sie dabei», erklärte der Neuköllner Bezirksstadtrat für Jugend und Gesundheit, Falko Liecke. «Was wir nicht wollen, ist einfach nur möglichst billige Geräte irgendwo hinzustellen, ohne zu wissen, was sie bringen.» Daher solle die Zeit, bis es wieder kälter wird, nun für das Modellprojekt genutzt werden.

Gernot Klemm, Bezirksstadtrat für Soziales und Jugend in Treptow-Köpenick, gab zu bedenken: «Luftfilter in Kitas stellen möglicherweise eine Gefahr dar - insbesondere für sehr kleine Kinder.» Sie seien sowohl in Anschaffung als auch im Unterhalt sehr kostspielig, geichzeitig sei ihr genauer Nutzen bislang unklar.Kitas seien bislang keine Treiber der Pandemie gewesen, fügte Klemm hinzu und verwies auf die Teststrategie und fortschreitenden Impfungen der Beschäftigten. Gleichzeitig betonte er: «Wenn sich ein relevanter Vorteil für unsere Beschäftigten oder unsere betreuten Kinder durch Luftfilter nachweisen lässt, werden wir die weitere Anschaffung dort unterstützen, wo Eltern und Kitapersonal das wünschen.»


 
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