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Minister: Zulassungsprüfung für Landwirtschaft

Die Aufschrift: «Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen Kerngebiet» steht auf einem Schild an einem Baum im Kerngbiet. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbid/dpa/Archivbild

Potsdam (dpa/bb) - Nach dem Fund eines mit der Afrikanischen Schweinepest infizierten Wildschweins prüft die Brandenburger Landesregierung eine schrittweise Öffnung des gesperrten Gebiets für eine landwirtschaftliche Nutzung. Bislang gilt ein Betretungsverbot in der Kernzone. «Das Getreide steht auf den Feldern, Gülle muss ausgefahren werden», sagte Agrarminister Axel Vogel (Bündnis 90/Grüne) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Auch Weidetierhalter seien betroffen. Am Donnerstag sei ein Treffen der Kreisbauernverbände mit örtlichen Landwirten geplant: «Dabei soll besprochen werden, wie gegebenenfalls weiter gearbeitet werden kann.»

Die Suche nach sogenanntem Fallwild geht weiter. Ab sofort zahlt das Land für das Auffinden verendeter Wildschweine und von Unfallwild innerhalb der ausgewiesenen Restriktionsgebiete eine Aufwandsentschädigung, wie das Verbraucherschutzministerium mitteilte. Je nach Fundort gebe es zwischen 100 oder 150 Euro pro Tier, hieß es. Proben würden dann untersucht.

Vergangene Woche war in Brandenburg der deutschlandweit erste Fall der Afrikanischen Schweinepest aufgetreten. Ein infiziertes totes Wildschwein war sieben Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt auf dem Gebiet der Gemeinde Schenkendöbern im Landkreis Oder-Spree entdeckt worden.

Verendete Wildschweine seien wichtige Indikatoren, um das Ausmaß des tatsächlichen Infektionsgeschehens feststellen zu können, betonte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Grüne). Nur wenn bekannt sei, wie weit infizierte Tiere das Virus verbreitet haben, könne es auch schnell eingedämmt und eliminiert werden.

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