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Mehrere Stunden Wartezeit für kostenfreien PCR-Test

Zahlreiche Menschen warten in einer langen Schlange auf ihren PCR-Test. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin (dpa/bb) - Die Nachfrage nach kostenfreien PCR-Tests in Berlin hat massiv zugenommen. «Dem Senat ist bewusst, dass es derzeit zu langen Schlangen und Wartezeiten vor den senatseigenen Testzentren kommt», sagte eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Vor dem Testzentrum in Berlin-Neukölln standen am Mittag laut einer dpa-Reporterin mehrere hundert Menschen in einer rund 200 Meter langen Schlange an. Eine Mitarbeiterin des Testzentrums schätzte die Wartezeit für einen PCR-Test auf mindestens zwei Stunden. «Das ist kein guter Zustand, den wir sehr ernst nehmen», sagte die Sprecherin. Zuvor hatten verschiedene Medien berichtet. Das Personal reicht nicht ansatzweise aus, um den Bedarf an Schnelltests und an PCR-Tests zu decken», sagte ein Sprecher der Bezirksverwaltung Neukölln dem RBB.

Die Auslastung der senatseigenen Testzentren ist laut Gesundheitsverwaltung jeden Tag etwas unterschiedlich. Demnach war am Sonntag das Testzentrum Plaza in Friedrichshain-Kreuzberg geringfügig höher ausgelastet als die anderen Zentren. Nach eigenen Angaben prüft die Verwaltung zurzeit alle Möglichkeiten, wie die Kapazitäten für kostenfreie PCR-Tests erhöht werden können - «sei es über Maßnahmen in den senatseigenen Testzentren wie Ausweitung der Öffnungszeiten, mehr Personal oder auch über eine Beauftragung privater Testzentren», sagte die Sprecherin. Elf landeseigene Teststellen gibt es in Berlin.

Laut Verwaltung besteht Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test in den senatseigenen Testzentren, wenn ein Selbsttest positiv ausfällt, die Corona-Warn-App ein erhöhtes Risiko anzeigt oder der Betroffene vom Gesundheitsamt oder dem behandelnden Arzt offiziell als Kontaktperson festgestellt wurde. Zudem können sich diejenigen testen lassen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können und an einer 2G-Veranstaltung teilnehmen möchten.

Erkrankte Personen sollten sich an ihren Hausarzt oder ihre Hausärztin wenden. «Symptome können ganz unterschiedliche Ursachen haben und müssen nicht zwangsläufig auf eine Infektion mit Corona hindeuten», sagte die Senatssprecherin. Demnach sei eine umfassende Diagnose notwendig, die in den senatseigenen Testzentren nicht erfolgen könne.