-

Mehr Impfberechtigte in Brandenburg: Andrang in Arztpraxen

Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff für eine Impfung auf eine Spritze. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

Potsdam (dpa/bb) - Die Öffnung der Priorisierungsgruppe 3 für alle Impfberechtigten und die bundesweite Aufhebung der Priorisierung in Arztpraxen ab dem 7. Juni hat in Brandenburg nach Angaben der Kassenärzte zu einem Andrang in Arztpraxen geführt. Die Kassenärztliche Vereinigung (KVBB) appellierte deshalb am Mittwoch an die Bürger, die Ärzte in den Praxen nicht mit Terminanfragen zusätzlich zu belasten. Aufgrund des weiterhin bestehenden Impfstoffmangels könne leider nicht allen Impfberechtigten ein Angebot unterbreitet werden.

«Viele Praxen arbeiten schon seit Wochen an der Kapazitätsgrenze oder auch darüber hinaus», sagte der Vorsitzende der KVBB, Peter Noack. Allein am Dienstag seien mehr als 16 000 Menschen in den Praxen geimpft worden. Wäre mehr Impfstoff da, könnten noch viel mehr Impfungen stattfinden. Noack wies darauf hin, dass die Arztpraxen gleichzeitig die ambulante Regelversorgung übernähmen und sich um die vielen akut und chronisch kranken Menschen im Land kümmerten. Er bat um Geduld.

In Brandenburg ist seit Mittwoch die komplette Priorisierungsgruppe 3 impfberechtigt. Das sogenannte Impfkabinett hatte in Potsdam die vollständige Öffnung bestätigt. Damit können sich nun auch Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie in besonders relevanten Positionen in Bereichen der sogenannten Kritischen Infrastruktur einen Impftermin beschaffen. Auch Wahlhelfer können sich nun impfen lassen. Zur Priorisierungsgruppe 3 zählen in Brandenburg insgesamt rund 500 000 Menschen.

Nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll ab dem 7. Juni keine Priorisierung mit einer festgelegten Reihenfolge mehr gelten.

© dpa-infocom, dpa:210519-99-662897/2