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Mann stellt sich als DHL-Erpresser: Behörden prüfen Angaben

Die DHL-Packstation in Potsdam, in der Dezember 2017 eine Paketbombe aufgegeben wurde. Foto: Gregor Fischer/dpa/Archivbild

Potsdam (dpa) - Polizei und Staatsanwaltschaft in Potsdam überprüfen weiter Angaben eines Mannes, der sich als DHL-Erpresser gestellt hatte. «Wir sammeln die Informationen und prüfen diese jetzt», sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Wilfried Lehmann am Donnerstag. Nähere Angaben zu dem Mann wurden bislang nicht gemacht. Für Donnerstagnachmittag wurden nähere Informationen angekündigt.

Am Mittwochnachmittag hatte sich laut Angaben ein Mann bei der Staatsanwaltschaft gemeldet und angegeben, er habe den Paketzusteller DHL erpresst.

Am 1. Dezember 2017 war in einer Apotheke am Rande des Potsdamer Weihnachtsmarkts eine Paketbombe entdeckt worden, in der sich eine Sprengvorrichtung und Nägel sowie ein Schreiben befanden, in dem von dem Dienstleister eine Millionensumme in Bitcoins gefordert wurde. Verletzt wurde niemand. Bereits Anfang November 2017 war eine explosive Sendung im Postzentrum Frankfurt (Oder) eingegangen.

Das Landeskriminalamt ermittelt seitdem wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion sowie der schweren räuberischen Erpressung. Intensiv wurde auch nach dem Erpresser gesucht.

Die Polizei hatte im April ein Bild aus einer Überwachungskamera veröffentlicht. Ob der Mann, der sich nun meldete, dem auf dem Foto ähnelt, blieb zunächst offen.

© dpa-infocom, dpa:210526-99-752578/6