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Landeskriminalamt: Mehr jugendgefährdende Tonträger

Eine als Silhouette abgebildete Frau übergibt einem Mann eine CD. Foto: picture alliance/dpa/Illustration

Potsdam (dpa/bb) - Die Zahl der Tonträger, die das Landeskriminalamt wegen extremistischer und gewaltverherrlichender Texte für einen bundesweiten Index zur Jugendgefährdung vorschlägt, hat sich in Brandenburg im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Nach 61 im Jahr 2020 legte das Landeskriminalamt (LKA) bis Dezember 2021 76 Tonträger bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) vor, wie das Innenministerium am Donnerstag in Potsdam mitteilte. 71 Medien waren demnach rechtsextremistisch, fünf linksextremistisch orientiert. Dem Innenministerium zufolge wurden im vergangenen Jahr acht Ermittlungsverfahren gegen Produktions- und Vertriebsfirmen von extremistischen Tonträgern eingeleitet. Im Jahr 2020 waren es vier Ermittlungsverfahren. Die Abteilung Staatsschutz des LKA Brandenburg ist dem Ministerium zufolge die aktivste Polizeidienststelle bundesweit im Bereich der Indizierung jugendgefährdender Tonträger und bei Qualitätsmaßnahmen. «Die Zahl der angeregten Indizierungen zeigt deutlich, dass der Schwerpunkt auch im abgelaufenen Jahr im Kampf gegen rechtsextremistische Hassmusik liegt», erklärte Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) zu den Zahlen. Extremisten gelinge es immer wieder, Jugendliche ins Visier zu nehmen. Daher sei es wichtig, dass die Polizei weiterhin konsequent vorgehe und über menschenverachtende Texte aufkläre.