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Landeseigene Unternehmen kaufen asbestbelastete Wohnungen

Achtung, Gefahr: Asbest kann zum Beispiel Krebs verursachen - wer den Stoff entsorgt, muss daher Profi sein. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/dpa-tmn/Archiv

Berlin (dpa/bb) - Berlins landeseigene Wohnungsbauunternehmen haben im vergangenen Jahr 7094 asbestbelastete Wohnungen gekauft. Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Wohnen auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor. Demnach hat allein die Gewobag 6550 solcher Wohnungen erworben, die degewo 289 und die WBM 255. Nicht betroffen waren berlinovo, Gesobau, Howoge und die Stadt und Land.

Asbest wurde in früheren Jahrzehnten häufig zur Dämmung von Wohnungen genutzt. Das Material ist krebserregend und darf inzwischen nicht mehr eingesetzt werden.

Ende 2019 besaß allein die Gewobag den Daten zufolge rund 20 000 Wohnungen mit Asbestbelastung oder Asbestverdacht, bei Stadt und Land waren es 2786, bei der berlinovo 2553 und bei der WBM 1509. Die Degewo hat 16 045 Wohnungen mit Asbestverdacht erfasst, die Gesobau machte dazu keine Angaben. Die Howoge hat keine solchen Wohnungen, wie aus der Übersicht der Senatsverwaltung hervorgeht.

Fast 3400 Wohnungen der landeseigenen Unternehmen wurden 2019 im Hinblick auf Asbest saniert.

Insgesamt kauften die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften im vergangenen Jahr 11 856 Wohnungen. Damit stieg der Bestand von rund 309 000 in 2018 auf 325 420.

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