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Kultursenator Brosda würdigt Claudia Roth

Carsten Brosda spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Georg Wendt/dpa/Archivbild

Berlin (dpa) - Er war als Nachfolger von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hoch gehandelt worden: Der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda (SPD) hat die von den Grünen als Kulturstaatsministerin nominierte Claudia Roth als «interessiert, leidenschaftlich, empathisch» gewürdigt. Bei Twitter schrieb Brosda am Freitag: «Wem eine offene, vielfältige Gesellschaft am Herzen liegt, kann sich auf Claudia Roth als Staatsministerin für Kultur und Medien freuen. Ich freue mich, dass unsere Zusammenarbeit weitergeht.» Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Grünen die Nachfolge für Grütters stellen werden und Brosda in Hamburg bleibt.

Die frühere langjährige Parteivorsitzende Roth (66) ist seit 2013 Vizepräsidentin des Bundestages. Neben der Kultur ist Roth künftig mit der im Kanzleramt angesiedelten Position auch für die Medienpolitik auf Bundesebene zuständig. Kultur- und Medienpolitik liegt in Deutschland eigentlich in der Kompetenz der Länder. Die unter dem damaligen SPD-Kanzler Gerhard Schröder beim Bund eingerichtete Institution gibt es seit 1999. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, erklärte, mit Roth werde ein Politikprofi dieses wichtige politische Amt übernehmen. Für eine erfolgreiche Kulturpolitik sei eine gute Zusammenarbeit zwischen dem designierten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Roth essenziell. «Wir sind gespannt, wie Claudia Roth ihr Amt führen wird und freuen uns auf die Zusammenarbeit.»