Krankenhausgesellschaft unterstützt Vorstoß zur Widerspruchslösung

Krankenhausgesellschaft unterstützt Vorstoß zur Widerspruchslösung
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft unterstützt den neuen Vorstoß für die Einführung einer Widerspruchslösung in der Organspende. "Die Widerspruchslösung kann für mehr gerettete Leben sorgen, da sich die Menschen so aktiv mit der Frage der Organspende auseinandersetzen müssen", sagte der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Viel zu viele Menschen warten nach wie vor vergeblich auf ein Spenderorgan", so der Verbandschef. Es sei deshalb wichtig, dass die Zahl der Organspender in Deutschland spürbar steigt.
"Mehr Aufklärung darüber, was Organspende eigentlich bedeutet und wie stark sie in Deutschland reguliert und überwacht ist, kann dabei helfen." Der Bundesverband der Organtransplantierten (BDO) äußerte ebenfalls Zustimmung zur angestrebten Widerspruchslösung und nannte sie "dringend und wichtig". Der Verband, der auch die wartenden Patienten vertritt, mahnte aber weitere Schritte darüber hinaus an: Das Modell müsse Teil des Gesamtkonzepts sein, sagte BDO-Chefin Sandra Zumpfe dem RND. Dazu müssten zusätzliche Maßnahmen gehören: Eine kontinuierliche Aufklärung, die Unterstützung der Transplantationsbeauftragten und Entnahmekliniken, aber auch eine stärkere Anerkennung und Betreuung der Hinterbliebenen von Organspendern, forderte sie. Zusätzlich müssten die gesellschaftliche Akzeptanz und das Bewusstsein für die Bedeutung der Organspende gezielt erhöht werden, etwa durch Aufnahme des Themas in den Schulunterricht, forderte der Verein. "Organspende sollte als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet werden und die Aufklärung über das Thema als kontinuierlicher Prozess", so Zumpfe.

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