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«Klimabündnis Stadtentwicklung» will Wärmewende

Guido Beermann, Brandenburger Minister für Infrastruktur und Landesplanung. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

(dpa) - Brandenburgs Landesregierung will gemeinsam mit den Verbänden der Wohnungsunternehmen (BBU) und der kommunalen Unternehmen (VKU) den Klimaschutz in den Wohnquartieren vorantreiben. Ein entsprechendes «Klimabündnis» zur Stadtentwicklung hätten Infrastrukturminister Guido Beermann (CDU) und Vertreter der Verbände unterschrieben, teilte das Ministerium am Montag mit. Bei dem Ziel, das Land bis 2045 klimaneutral aufzustellen, komme dem klimagerechten Umbau der Städte und Gemeinden eine zentrale Bedeutung zu.

Daher wollen die drei Partner Städte und Gemeinden bei entsprechenden Projekten unterstützen. Ein Schwerpunkt sei die «Wärmewende», sagte Beermann. «Wir müssen uns mit dieser Herausforderung, die Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen und die Gebäude effizienter zu machen, breit aufstellen und alle vorhandenen Kräfte bündeln», betonte er. «Wir wollen gemeinsam Modellvorhaben ins Leben rufen und darüber hinaus möglichst viele Städte des Landes aktivieren.»

Für eine erfolgreiche «Wärmewende» müsse der Blick vom einzelnen Gebäude auf das gesamte Wohnviertel gelenkt werden, sagte der Vorsitzende der VKU-Landesgruppe Harald Jahnke. Denn die Potenziale für den Einsatz erneuerbarer Wärme seien bei Einzelgebäuden beschränkt. Über Wärmenetze müsse diese dem gesamten Quartier zugänglich gemacht werden. «Unser Ziel: eine innovative und kosteneffiziente Versorgung mit klimafreundlicher Wärme.»

Dafür will das Bündnis unter anderem einen Landeswettbewerb zur Planung CO2-neutraler Quartiere ausloben und Unternehmen mit besonders klimafreundlichen Zielen etwa bei der Verminderung der CO2-Emissionen in ihrem Wohnungsbestand auszeichnen. Zudem sollen die Städte und Gemeinden bei der Erfassung ihrer Treibhausgas-Emissionen und bei der Überwachung von Klimaschutzmaßnahmen unterstützt werden.