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Kalayci warnt vor schwieriger Lage auf Intensivstationen

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Paul Zinken/dpa/Archivbild

Berlin (dpa) - Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat angesichts der Entwicklung in der Corona-Pandemie vor einer Zuspitzung der Situation auf den Intensivstationen gewarnt. «Jetzt in der kalten Jahreszeit steigen die Infektionszahlen stark, und genauso wie in anderen Bundesländern auch ist die Lage auf den Intensivstationen und in den Krankenhäusern zunehmend angespannt», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. «Ich fordere Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf, bundesweit verbindliche Freihaltequoten für die Versorgung der Covid-19-Patientinnen und -patienten auf den Intensivstationen zu ermöglichen und die Finanzierung auf den Weg zu bringen.» Die Krankenhäuser dürften mit den finanziellen Folgen nicht alleine gelassen werden.

Gleichzeitig rief Kalayci dazu auf, die Möglichkeiten zum Impfen zu nutzen: «Mein dringender Appell an Über-70-Jährige sowie an Menschen, deren Impfung mit Johnson & Johnson länger als vier Wochen her ist, lautet: Lassen Sie sich auffrischimpfen!»

Gesundheitsminister Spahn (CDU) sagte am Freitag im rbb-Inforadio zur Situation in den Krankenhäusern: Dass die Zahlen steigen, sei erwartet worden für Herbst und Winter. «Wichtig ist jetzt, dass wir die Belastung in den Intensivstationen in den Krankenhäusern nicht zu stark steigen lassen. Dass wir wieder vorsichtiger, achtsamer miteinander sind.» Dazu gehöre das Boostern, also das Auffrischen von Impfungen. Seiner Meinung nach sollten die Bundesländer diese Menschen noch einmal schriftlich einladen. Dafür wolle er nächste Woche bei der Gesundheitsministerkonferenz in Lindau werben.