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Juwelendiebstahl: Weiterer Verdächtiger bleibt in U-Haft

Schmuckstücke, die beim Kunstdiebstahl im Grünen Gewölbe 2019 entwendet wurden. Foto: Jürgen Karpinski/Grünes Gewölbe/Polizeidirektion Dresden/dpa/Archivbild

Dresden (dpa) - Auch der dritte von insgesamt fünf Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Juwelendiebstahl aus dem Historischen Grünen Gewölbe bleibt in Untersuchungshaft. Im Zuge der üblichen Haftprüfung nach sechs Monaten wurde der dringende Tatverdacht gegen den 22-Jährigen bestätigt, wie das Oberlandesgericht (OLG) in Dresden am Mittwoch mitteilte. Angesichts der ihm bei einer Verurteilung drohenden hohen Freiheits- oder Jugendstrafe bestehe Flucht- und Verdunklungsgefahr. Die nächste reguläre Prüfung erfolge in drei Monaten. 

Bei dem spektakulären Einbruch in Sachsens berühmtes Schatzkammermuseum am 25. November 2019 hatten die Täter Schmuckstücke aus Diamanten und Brillanten des 17. und 18. Jahrhunderts von kaum schätzbarem Wert gestohlen. Von der Beute fehlt bisher jede Spur. 

Bei Razzien in Berlin im November und Dezember 2020 waren je zwei Verdächtige festgenommen worden, darunter im zweiten Fall auch der 22-Jährige. Dessen Zwillingsbruder wurde erst im Mai 2021 gefasst - nach wochenlanger Fahndung. Im Juni hatte der OLG-Senat die Haftfortdauer für die beiden ersten Tatverdächtigen, einen 25- und einen 27-Jährigen, angeordnet.  

Die fünf jungen Männer waren nach Überzeugung der Ermittler direkt an dem Coup beteiligt, ihnen werden schwerer Bandendiebstahl und Brandstiftung vorgeworfen.

© dpa-infocom, dpa:210707-99-294866/4


 
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