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Juwelendiebstahl: Siebter Tatverdächtiger in U-Haft

Juwelendiebstahl: Siebter Tatverdächtiger in U-Haft. Symbolfoto: David Inderlied/dpa

Der am Dienstag festgenommene siebte Tatverdächtige im Fall des Juwelendiebstahls aus dem Grünen Gewölbe in Dresden befindet sich in Untersuchungshaft. Ein Richter erließ am Mittwochvormittag einen Haftbefehl, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Mann war am Rande des Prozesses zu dem Raub, der am Landgericht Dresden läuft, festgenommen worden - er saß als Zuschauer im Saal. Ermittler untersuchten am Dienstag das Auto und die Wohnung des Mannes in Berlin-Kreuzberg.

Die Ermittler kamen dem 22-Jährigen unter anderem wegen der Aussage eines Angeklagten vom 29. März auf die Schliche, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Ein 28-jähriger Tatverdächtiger hatte damals zugegeben, sich an der Vorbereitung des Einbruchs vom 25. November 2019 in das Museum im Residenzschloss beteiligt zu haben. Die Namen der im Prozess Beschuldigten nannte er damals nicht, allerdings den des jetzt verhafteten Mannes.

In dem Prozess sind sechs junge Männer zwischen 23 und 28 Jahren wegen schweren Bandendiebstahls, Brandstiftung und besonders schwerer Brandstiftung angeklagt. Dem jetzt Festgenommenen wird Beihilfe zu diesen Straftaten vorgeworfen.

Die Angeklagten sind Deutsche und stammen aus einer bekannten arabischstämmigen Berliner Großfamilie. Sie sollen am frühen Morgen des 25. November 2019 aus der Schatzkammer 21 Schmuckstücke mit insgesamt 4300 Diamanten und Brillanten im Gesamtwert von über 113 Millionen Euro gestohlen und Sachschäden in Höhe von über einer Million Euro hinterlassen haben. Ihnen wird auch vorgeworfen, einen Stromkasten in der Altstadt sowie in der Tiefgarage eines Wohnhauses ein Fluchtauto angezündet zu haben.

Ursprünglich sollte der Prozess am Freitag weitergehen. Geplant war eine Vernehmung von Berliner Polizisten. Wenige Stunden vor dem Einbruch in das Grüne Gewölbe waren die Angeklagten in Berlin in eine Polizeikontrolle geraten. Sogar Einbruchswerkzeug soll sich damals im Auto befunden haben. Die Befragung der Polizisten muss wegen eines Krankheitsfalls von Prozessbeteiligten allerdings erneut verschoben werden. Die Verhandlung falle aus, teilte Gerichtssprecher Thomas Ziegler mit. Ob sie am kommenden Dienstag weitergehen kann, sei noch unklar.


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