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Jugendliche stirbt bei Unfall mit Doppeldecker-Bus in Berlin

Foto: Dominik Totaro/dpa

Bei einem schweren Unfall mit einem Doppeldecker-Bus in Berlin ist nach Angaben der Polizei eine 15-jährige Fußgängerin getötet worden. Eine weiterer junger Mensch wurde Rettungskräften zufolge lebensbedrohlich verletzt, als der Linienbus beide am Samstagabend erfasste. Laut Feuerwehr wurden die Jugendlichen unter dem Bus eingeklemmt. Um sie zu bergen, kam ein sogenannter Rüstwagen zum Einsatz, der den Bus mit Hilfe hydraulischer Geräte anhob. Offizielle Angaben zu der verletzten Person lagen zunächst nicht vor. Rettern zufolge soll es sich ebenfalls um eine Jugendliche handeln. Sie wurde ebenso wie der Busfahrer in ein Krankenhaus gebracht.

Der Unfall ereignete sich den Angaben zufolge gegen 18.45 Uhr in der Leonorenstraße im Stadtteil Lankwitz im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Zum genauen Hergang und der Ursache konnte die Polizei am Abend noch keine Angaben machen. Polizeibeamte nahmen dazu vor Ort Ermittlungen auf und befragten Zeugen. Nahe der Unfallstelle befindet sich eine Fußgängerampel, wie es von Rettungskräften hieß.

Nach dem Unfall waren Polizei und Retter im Großeinsatz. Allein die Feuerwehr entsandte rund 40 Einsatzkräfte und mehrere Rettungs- und Spezialfahrzeuge. Auch ein Hubschrauber war vor Ort.

Die ersten Fahrzeuge seien neun Minuten nach dem Notruf vor Ort gewesen, der erste Rettungswagen allerdings erst nach 20 Minuten, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Der Rettungsdienst in Berlin ist seit geraumer Zeit stark überlastet, unter anderem weil Personal knapp ist und viele Notrufe eingehen, die sich nicht auf wirkliche Notfälle beziehen.

Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Seelsorger an die Unfallstelle gerufen, weil es viele Zeugen des Unglücks gegeben habe. Dazu wurde ein Extra-Fahrzeug bereitgestellt. Eine Polizeiseelsorgerin kümmerte sich zudem um Einsatzkräfte, die die schrecklichen Bilder ebenfalls verarbeiten müssen. Wie viele Menschen in dem Bus der Linie M82 saßen, blieb zunächst offen.

Nach Angaben eines Polizeisprechers versammelte sich während des Rettungseinsatzes «eine große Zahl von Schaulustigen» am Unfallort. Behinderungen durch die sogenannten Gaffer wurden nicht bekannt.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) reagierten mit Bestürzung auf den tödlichen Busunfall. «Wir sind tief betroffen», sagte ein Sprecher des kommunalen Unternehmens am Abend der Deutschen Presse-Agentur. «Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Unfallbeteiligten.» Die BVG danke den Rettungskräften für ihren Einsatz und unterstütze die Ermittlungen zur Unfallursache selbstverständlich bestmöglich.


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