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Jarasch plädiert für 2G plus und strikte Corona-Kontrollen

Bettina Jarasch, Grünen-Fraktionschefin, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild

Berlin (dpa) - Grünen-Fraktionschefin Bettina Jarasch hat sich für schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgesprochen. «Die Lage ist sehr sehr ernst, wir müssen jetzt in Berlin ein ganzes Paket an Maßnahmen ergreifen, um die vierte Welle zu brechen», sagte Jarasch der «Berliner Morgenpost» (Montag). «2G plus ist ein sinnvoller Bestandteil eines Gesamtpakets.» Konkretere Angaben machte Jarasch dabei laut der Zeitung noch nicht. Der Senat will am Dienstag über 2G-plus-Regeln beraten. Neue Vorgaben würden im Falle von Beschlüssen dann frühestens ab dem Wochenende 26./27. November greifen.

Seit vergangenem Montag gelten in Berlin wegen des stark gestiegenen Infektionsgeschehens schärfere Corona-Regeln: Zu Restaurants, Kinos, Theatern, Museen, Galerien oder Konzerthäusern haben seither nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt (2G), nicht aber ungeimpfte Getestete (3G). Das betrifft auch Sport- und Freizeiteinrichtungen, Spielhallen, Friseur- und Kosmetiksalons, Fitness- und Tanzstudios. Davon ausgenommen sind Menschen unter 18 und solche, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. 2G plus bedeutet, dass Geimpfte und Genesene zusätzlich noch einen aktuellen negativen Corona-Test vorzeigen müssen.

Jarasch sagte: «Wichtig ist, dass wir die jeweils gültigen Verordnungen konsequent durchsetzen, etwa durch Schwerpunktkontrollen oder Kampagnen zusammen mit Verbänden und Gewerkschaften, um die Anbieter dafür zu sensibilisieren, dass strikte Kontrollen in ihrem Interesse sind.» Angesichts der Infektionslage sei es außerdem erneut angebracht, Kontakte zu reduzieren und auch die Mobilität wieder herunterzufahren. Zudem solle wieder, dort wo es möglich sei, von zu Hause aus gearbeitet werden. Wichtig sei außerdem ein konsequentes und flächendeckendes Testen und dass dafür auch geworben werde, sagte Jarasch laut der «Berliner Morgenpost».