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Inzwischen 39 Affenpocken-Fälle in Berlin registriert

Das von der UK Health Security Agency zur Verfügung gestellte Bild zeigt Hautläsionen von Affenpocken. UKHSA/dpa/Symboilbild

Die Zahl der registrierten Affenpocken-Fälle in Berlin hat sich in den letzten Tagen mehr als verdoppelt – allerdings auf niedrigem Niveau. Mit Stand Donnerstagabend waren in der Hauptstadt 39 Infektionen registriert worden, neun Patienten seien im Krankenhaus, wie eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung via Twitter mitteilte. Am Dienstag hatte Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) von 18 bestätigten Fällen und sieben weiteren Verdachtsfällen gesprochen. Die ersten Fälle in Berlin waren vor knapp zwei Wochen bekannt geworden. Aus Expertensicht sind weitere Infektionen zu erwarten.

Bundesweit wies das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag 65 Nachweise von Affenpocken aus. Die Zahl der Bundesländer, die die eigentlich seltene Virus-Erkrankung meldeten, lag demnach bei neun: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt.

Das Affenpocken-Virus werde durch engen Körperkontakt und insbesondere über die Schleimhäute übertragen, hatte Gote erläutert. «Da unterscheidet das Virus überhaupt nicht nach sexueller Orientierung.» Das Virus sei nicht vergleichbar mit dem Coronavirus, unter anderem sei es nicht so ansteckend. Gleichwohl sei es wichtig, das Ganze ernst zu nehmen und bei Symptomen oder ersten Anzeichen einen Arzt aufzusuchen. Das gelte wegen der Verfolgung von Infektionsketten auch für Kontaktpersonen von Infizierten.

Affenpocken gelten verglichen mit den seit 1980 ausgerotteten Pocken als weniger schwere Erkrankung. Die Symptome verschwinden gewöhnlich innerhalb weniger Wochen von selbst, können bei einigen Menschen aber zu medizinischen Komplikationen und in sehr seltenen Fällen auch zum Tod führen.


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