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Im Nordosten soll ein zweiter ASP-Grenzzaun gebaut werden

Ein polnischer Grenzpfeiler ist hinter einem Drahtzaun gegen die Afrikanische Schweinepest zu sehen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Pomellen/Schwerin/Schwedt (dpa) - Für einen besseren Schutz gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) wollen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg einen zweiten Schutzzaun errichten. In dem Zwischenraum zum ersten Zaun soll eine Schutzzone (Weiße Zone) entstehen, die möglichst ganz frei von Wildschweinen gehalten wird, wie ein Sprecher des Landkreises Vorpommern-Greifswald am Freitag sagte. Nach Angaben des Schweriner Agrarministeriums ist der Bau des zweiten Schutzzauns in Vorpommern zunächst auf 2,5 Kilometern südlich der Autobahn 11 Berlin-Stettin bei Pomellen geplant. Die Kosten werden auf rund 100.000 Euro geschätzt, Baubeginn soll frühestens im August sein.

Der zweite Vorpommern-Zaun soll im Norden an den Wildzaun der Autobahn 11 und im Süden an einen zweiten geplanten Brandenburger Zaun in der Uckermark anschließen. Diese Pläne, ohne konkreten Baubeginn, hatte die Potsdamer Landesregierung bereits mitgeteilt. Bisher gibt es auf rund 670 Kilometern einen festen ASP-Schutzzaun nach Polen und Osteuropa, den Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen bauen ließen. In Vorpommern habe der Zaun dafür gesorgt, dass die Seuche hier noch nicht ausgebrochen ist, hieß es aus Schwerin. Doch zuletzt sei ASP bei einem Wildschwein nur noch 35 Kilometer südlich der Landesgrenze aufgetreten.

Kontrollen hatten laut Ministerium gezeigt, dass einige der 100 Zauntore in Vorpommern ab und an offen waren. In Brandenburg war die Afrikanische Schweinepest, die für Menschen ungefährlich ist, im September 2020 ausgebrochen. Insgesamt wurden nach den Angaben der Behörden bislang 1196 in Brandenburg Tiere positiv auf ASP getestet.


 
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