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Hoffnung für Veranstalter und Co? BOGA Gerätetechnik testet Desinfektionssystems raX

Hoffnung für Veranstalter und Co? BOGA Gerätetechnik testet Desinfektionssystems raX. Foto: Boga/BSB
Gesundheit: -

Seit etwa fünf Jahren arbeitet das Unternehmen BOGA Gerätetechnik aus Soest unter der Marke FUNA an Gerätesystemen zur Vernebelung von Wirkstoffen mittels Ultraschallzerstäubern. Als erstes Unternehmen in Europa gelang es dem Soester Entwicklerteam mit dem Gerätesystem raX ein automatisches aerogenes Desinfektionssystem zu konzipieren, dass die hohen Ansprüche der neuen europäischen Prüfnorm EN 17272 vollständig erfüllt. Das Desinfektionssystems raX der Marke FUNA ist in der Lage alle Oberflächen eines Raumes bis 150 m³ so zu desinfizieren, dass eine Ansteckung mit gefährlichen Bakterien, Pilzen, Mykobakterien, Viren oder Bakteriensporen ausgeschlossen ist. Die weltweit herrschende Covid-19-Pandemie führte zu der Fragestellung bezüglich der Skalierbarkeit des Verfahrens auf größere Raumvolumina, jenseits der 150 m³. Um diese Frage zu beantworten wird aktuell ein Test vorbereitet, welcher im Juli am Staatstheater Augsburg erfolgen wird. Der Versuch wird von externen Fachleuten, wie Hygienikern und Mikrobiologen, begleitet.

Durch den Einsatz eines niedrig dosierten, aber breitbandigen Wirkstoffs auf Basis von Wasserstoffperoxid, sind Materialschäden unwahrscheinlich und alle Beteiligten rechnen mit sehr guten Ergebnissen. Der Versuchsabschluss ist Mitte Juli geplant. Wenn die Ergebnisse die Erwartungen abbilden, ist eine Keimreduktion in großen Raumvolumina wie Theatern oder Lagerhallen in Abwesenheit von Menschen möglich. Die einmalige Keimreduktion ist allerdings nur ein Teil eines mehrstufigen Plans zur Aufrechterhaltung hygienisch unbedenklicher Umgebungsbedingungen zur Absenkung von Ansteckungsrisiken. Parallel arbeitet das Entwicklerteam an der Optimierung des Verfahrens und der Überführung der Basistechnologie zu einem kontinuierlich arbeitenden Desinfektionssystem, welches in Anwesenheit von Menschen betrieben werden kann und die eingangs erreichte Keimreduktion trotz Publikumsverkehr aufrecht hält. 

Die Herausforderung dabei ist nicht nur regulatorischer Natur. Das erklärte Ziel ist es eine Technologie bereitzustellen, welche in die Abläufe der Kunden integriert werden kann, toxikologisch unbedenklich ist und dennoch ausreichende Wirksamkeit entfaltet. Hier gibt es bereits entsprechende Ansätze, welche derzeit in der Testphase sind. Somit wird der Kunde bei der Problemlösung nicht sich selbst überlassen, sondern wird von Beginn an begleitet und in die Ergebnisbewertung und Umsetzung eingebunden. Wie bei allen anderen Anwendungen im Rahmen des Gesamtprojektes Aerogene Desinfektion, arbeitet die BOGA auch hier mit externen Toxikologen, Mikrobiologen, Hygienikern, Fachanwälten und akkreditierten Laboren zusammen, um ein optimales Ergebnis ohne die Gefährdung von Menschen zu erreichen. Durch die Corona-Pandemie wurden diese Bemühungen stark beschleunigt, weil der Einsatz solcher Systeme völlig neue Möglichkeiten des Schutzes von Menschen vor gefährlichen Mikroorganismen in geschlossenen Räumen eröffnet.

Wie von Wissenschaftlern schon länger vermutet, scheinen auch die Untersuchungsergebnisse der jüngsten Corona-Ausbrüche darauf zu deuten, dass sehr lange schwebfähige virenhaltige Aerosole einen wichtigen und kritischen Übertragungsweg des Corona-Virus darstellen. Trotz aller Bemühungen und der Wichtigkeit des Schutzes von Menschen muss der Einsatz von Desinfektionsmaßnahmen immer situationsgerecht erfolgen. 

Der Begriff der aerogenen Desinfektion verleitet den Außenstehenden zu der Annahme, dass es sich um eine Desinfektion der Raumluft handelt. Stattdessen bezieht sich die aerogene Desinfektion auf die Art der Ausbringung eines Wirkstoffs mittels Vernebelung, Zerstäubung oder Begasung. Eine Prüfnorm zum Nachweis der Wirksamkeit einer Desinfektion der Luft ist nicht bekannt und somit das Angebot eines Anbieters von Systemen zur Luftdesinfektion mindestens eine Nachfrage wert.

Da die Thematik der Desinfektion von Raumluft hochinteressant ist, werden derzeit Tests in einem akkreditierten Labor durchgeführt, welche genau diese Thematik untersuchen sollen. Werden alle genannten Tests erfolgreich abgeschlossen, stehen allen potenziellen Anwendern neue Instrumente für ein gesamtheitliches Hygienekonzept zur Verfügung, die ohne die Basisentwicklung der BOGA GmbH nicht möglich wären. Insbesondere große Räume, wie Theater, Kinos, Gaststätten, Clubs und ähnliche Orte mit vielen Menschen brauchen individuelle Hygienekonzepte und technische Lösungen.

Der alleinige Einsatz eines in Ihrer Wirksamkeit nachweislich geprüften Desinfektionssystems ist jedoch nicht ausreichend. Ein gesamtheitlicher Ansatz muss gewährleisten, dass jede Maßnahme aus hygienischer Sicht sinnhaft ist und die Situation verbessert. Aus diesem Grund entsteht derzeit unter dem Namen „Team raX“ ein Experten-Netzwerk, in dem Toxikologen, Hygieniker, Mikrobiologen, Desinfektoren und Entwickler aus Elektrotechnik und Maschinenbau die unterschiedlichen Fragestellungen und Einsatzszenarien bearbeiten, um das optimalste Ergebnis für die spezifische Problemstellung zu erreichen.

Die Risiken der Corona-Pandemie bestehen nach BOGA nicht nur in der Infektion. Viele Unternehmen wittern Ihre Chance, von der allgemeinen Unsicherheit zu profitieren und bieten Desinfektionslösungen an, welche Ihre Wirksamkeit nicht nachweisen können. Die Aufklärung ist somit wesentlicher Bestandteil von Gesprächen mit Kunden geworden. Diese haben häufig bereits negative Erfahrungen mit Anbietern von Systemen zur aerogenen Desinfektion gesammelt, welche weder Nachweise zur Wirksamkeit führen konnten noch über die notwendige Kompetenz verfügten.

 Dabei ist die Prüfung eines Anbieters denkbar einfach.

1.         Ist das Desinfektionsprodukt bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) registriert?

2.         Ist das Desinfektionprodukt noch verkehrsfähig?

a.         Nein -->Ist das Desinfektionsprodukt im europäischen Zulassungsverfahren?

b.         JA --> OK.

3.         Liegt ein Nachweis über die Wirksamkeit des Desinfektionssystems nach EN17272 vor?

4.         Sind die durchführenden Personen fachlich qualifiziert, haben also eine Abschluss, wie staatl. anerkannter Desinfektor oder eine andere Qualifikation aus dem Hygienebereich?

Wenn alle Fragen abschließend mit JA beantwortet werden konnten, so sind die regulatorischen Anforderungen erfüllt. Können die vorgenannten Fragen nicht positiv beantwortet werden, sind kritische Nachfragen erlaubt! Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Firma BOGA! Klicke hier:

Eine Firmen Pressemitteilung der Firma BOGA Gerätetechnik aus Soest mit der Marke FUNA.

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Bert Schaller
06.07.2020 12:11:30
Da kann man nur die Daumen drücken! Ich bin auch in der Veranstaltungsbranche tätig und würde das sofort kaufen!
Frank Klinker
06.07.2020 18:56:17
Hatte vor Corona eine Diskothek, jetzt ist es leider zu spät, aber für die Kollegen aus der Gastronomie wenigsten eine Hoffnung!
Hans Bert Jürgens aus dem schönen Schwarzwald
08.07.2020 07:45:15
Würde ich sofort kaufen, wenn das wirklich funktioniert!
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