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Hiekel: Umsetzung EU-Wasserrahmenrichtlinie forcieren

Abgeordnete Isabell Hiekel (Grüne) spricht bei einer Landtagssitzung. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Potsdam (dpa/bb) - Die Brandenburger Grünen-Landtagsabgeordnete Isabell Hiekel sieht die Bundesregierung in der Pflicht, die Länder bei der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zu unterstützen. Bis 2027 solle der gute Zustand der Oberflächengewässer und des Grundwassers erreicht werden, hieß es von der umweltpolitischen Sprecherin der Grünen-Fraktion in Brandenburg am Samstag in einer Mitteilung. Von diesem Ziel sei man noch weit entfernt. Gefordert werde ein «guter ökologischer und guter chemischer Zustand». Zudem dürfe nicht mehr Grundwasser entnommen werden, als sich in einem Bereich neu bildet. Die Umsetzung der Richtlinie müsse unter dem Aspekt des Klimaschutzes und der Klimaanpassung, aber auch mit Blick auf den Schutz der Wasserressourcen und der Biodiversität forciert werden, betonte Hiekel. Dafür müssten nicht nur die nötigen Finanzen über Förderprogramme des Bundes und im Haushalt des Landeshaushalt bereit stehen, sondern auch das Personal. Im Brandenburger Elbegebiet erreichen nach Hiekels Angaben bisher nur sieben Prozent der Fließgewässer den guten Zustand, bei den Seen sind es 16 Prozent. Ursachen sind demnach unter anderem zu hohe Nährstoff- und Schadstoffeinträge.