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Hertha BSC trotz 2:3 gegen Bayern hoffnungsvoll

Hertha BSC trotz 2:3 gegen Bayern hoffnungsvoll. Symbolfoto: pixabay

Für Hertha BSC geht der Blick nach der Niederlage gegen den FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga weiter nach unten. Kevin-Prince Boateng hatte nach dem achtbaren 2:3 im Olympiastadion am Samstag gegen den Rekordmeister trotzdem ein Kompliment parat: «Gegen Bayern München noch mal zurückzukommen und sie zum Zittern zu bringen, das schaffen nicht viele, glaub ich», sagte der Routinier, der sich in der Schlussphase noch einmal mit seinen Kollegen gegen die Niederlage stemmte. 

Doch: Für die wichtigen Punkte fehle der Herthq, die auf Platz 14 steht, «der letzte Pass, der letzte Prozent, um hier einen Sieg mitzunehmen», konstatierte der 35 Jahre alte Boateng.

Hertha hatte sich nach einem 0:3 des FC Bayern München in der ersten Spielhälfte durch Tore von Dodi Lukebakio (40.) und Davie Selke (45./Foulelfmeter) auf das 2:3 zurückgekämpft. Am Ende reichte es nicht für ein Erfolgserlebnis. Trainer Sandro Schwarz wurmten die vergebenen Chancen gegen den Tabellenführer: «Es ist ärgerlich. Wir hatten sie am Haken.» Auch in den Partien gegen die Spitzenteams Borussia Dortmund (0:1), Borussia Mönchengladbach (0:1) und RB Leipzig (2:3) hatten die Berliner zuvor nur knapp eine Niederlage einstecken müssen.  

«Wieder gekämpft und nix geholt. Wir wussten, dass mehr drinnen gewesen wäre», sagte Mannschaftskapitän Marvin Plattenhardt resigniert nach dem Spiel. Für Torschütze Lukebakio zeigte die Aufholjagd trotzdem, dass es vorangeht. «Ich glaube, dass jeder sieht, dass wir eine andere Hertha sind», sagte der 25-Jährige. «Ich bin mir sicher, dass wir belohnt werden. Aber wann, das weiß niemand.» 

Auch Boateng wollte mit Blick auf die noch anstehenden Spiele seines Teams vor der WM-Pause am Dienstag beim VfB Stuttgart und am kommenden Samstag gegen den 1. FC Köln nicht resignieren: «Die Mannschaft gibt einfach Vollgas, weil wir ganz genau wissen: Das wird sich irgendwann drehen und dann kommt die Serie». Letztlich gelte es, den Kampfgeist mit in die nächsten Spiele zu tragen. Was der Hertha zu den ersehnten drei Punkten noch fehle? «Vielleicht auch das Quäntchen Glück am Ende», bemerkte Plattenhardt.