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Hertha BSC aus dem «Teufelskreis» holen!

Hertha BSC aus dem «Teufelskreis» holen! Foto: Matthias Koch/dpa

Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic will die verkrusteten Strukturen der vergangenen Jahre bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC aufbrechen. Der Verein stecke «letztlich in einem Teufelskreis aus hohen Erwartungen, öffentlichen Störgeräuschen, sportlich enttäuschten Hoffnungen und vielen personellen Wechseln», sagte der 50-Jährige im Interview mit der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Freitag). Aus diesem Teufelskreis müsse Hertha ausbrechen.

Vor dem Kellerduell gegen seinen ehemaligen Verein VfB Stuttgart zum Abschluss des 31. Spieltags am Sonntag im Berliner Olympiastadion (17.30 Uhr/DAZN) wies der frühere Nationalmannschaftsspieler auf die Missstände hin, die er seit seinem Amtsantritt im vergangenen Sommer wahrnimmt: «Die Tonalität und die Lautstärke, die hier bisweilen rund um den Club herrschen, sind sicher nicht förderlich für eine Leistungskultur, das muss sich dringend ändern. Aber ich begreife das als ständige Herausforderung»

Auch im Streit zwischen dem Investor Lars Windhorst und Hertha-Präsident Werner Gegenbauer musste Bobic «Brücken bauen» und vermitteln, damit der Disput erst nach Saisonende weitergeführt werden kann. «Ich denke, dass jeder inzwischen begriffen hat, dass es in den kommenden Wochen nur ein Ziel gibt», sagte der Manager. Investor Windhorst will auf der für den 29. Mai angesetzten Mitgliederversammlung zu einer Abwahl des Präsidenten aufrufen.

Bobic selbst kündigte für das Profiteam einen «großen Umbruch» nach der Saison an: «Unser Ziel muss die obere Tabellenhälfte sein. Das ist das Fundament, um irgendwann andere Ziele in Angriff nehmen zu können.» Allerdings mahnt der 50-Jährige wie schon bei seinem Amtsantritt Geduld an: «Erfolg geht aber nur über organisches Wachstum, den kann man sich nicht mit Geld kaufen. Das hat im Fußball noch nie funktioniert.»


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