-

Hertha 7:0 - Dardai: Keine Hektik bei Zugängen

Herthas Davie Selke beim Kopfball. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Neuruppin (dpa) - Mit einem 7:0-Testsieg in Neurupppin und lobenden Worten von Chefcoach Pal Dardai hat Hertha BSC das erste Trainingscamp der neuen Saison abgeschlossen. «Wir haben gut gearbeitet, die Jungs haben sehr viele Kilometer in den Beinen», sagte der Trainer des Berliner Fußball-Bundesligisten nach einer Woche in Nord-Brandenburg. «Die Jungs haben das ganze Trainingslager richtig gut gearbeitet. Wir sind zufrieden.»

Beim 7:0 (2:0) gegen Oberliga-Aufsteiger MSV Neuruppin am Mittwoch zeichnete sich der von Werder Bremen zurückgekommene Davie Selke in Hälfte eins als doppelter Torschütze aus (28. Minute, 45.). Jhon Cordoba (77., 78.) und Dodi Lukebakio (60., 89.) trafen in der zweiten Halbzeit doppelt. Den siebten Treffer erzielte vor 1000 Zuschauern im Volkspark-Stadion von Neuruppin Nachwuchsspieler Anton Kade (51.). «Einige Grätschen haben mir nicht gefallen. Aber wichtig: wir haben keine Verletzungen», sagte Dardai zur in einigen Szenen aus seiner Sicht zu rustikale Spielweise des Nordost-Oberligisten.

Neuruppins Torhüter Sabri Vaizov verhinderte mit einigen spektakulären Paraden noch einen höheren Hertha-Sieg. Dardai tauschte wie schon beim ersten Test gegen Landesligist SV Schwarz-Rot Neustadt/Dosse (16:0) sein komplettes Team durch. Die beiden Neuzugänge Kevin-Prince Boateng und Suat Serdar spielten in der ersten Halbzeit. Die Olympia-Fahrer Arne Maier und Jordan Torunarigha kamen nach der Pause zum Einsatz.

Hertha hat in Neuruppin ohne eine Reihe von National- und Olympia-Spielern vor allem an der Grundlagenfitness gearbeitet. Nach dem klaren Sieg gegen den Fünftligisten reiste der Hertha-Tross nach Berlin zurück, wo ab Freitag die Vorbereitung auf die neue Spielzeit fortgesetzt wird. Am Samstag tritt das Dardai-Team in einem weiteren Test beim Regionalligisten SV Babelsberg 03 an.

Der Hertha-Chefcoach hat für weitere Neuzugänge schon klare Vorstellungen in der Chefetage hinterlegt. «Das haben wir schon vor der Sommerpause deutlich gesagt und abgesprochen, für welche Position welches Spielerprofil kommen soll. Fredi arbeitet daran», sagte Dardai zur Zusammenarbeit mit dem neuen Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic. «Hektik machen wir nicht. Es ist nicht einfach. Und so viel Geld haben wir auch nicht», ergänzte der Ungar.

Hertha möchte auch einige Spieler abgeben, wenn möglich. So berichtet der «Kicker» am Mittwoch, dass der junge Stürmer Jessic Ngankam (20) vor einer Ausleihe zum Bundesliga-Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth stehe. Bei Matheus Cunha, der sich derzeit mit Brasiliens Olympia-Mannschaft auf das Turnier in Tokio vorbereitet, hatte Bobic schon klar Herthas Standpunkt aufgezeigt.

«Er ist unser bester Fußballer, muss aber ein paar Sachen an sich ändern, weil er sonst in Zukunft Probleme haben wird, egal, wo er spielt.» Das hatte Bobic auch Matheus' Berater so gesagt. «Aber wenn er sich komplett zu Hertha committed, ist es ein Spieler, über den wir uns keinen Kopf machen müssen. Aber wenn er weiterziehen möchte, dann nur, wenn die wirtschaftlichen Voraussetzungen stimmen», betonte der Manager.

© dpa-infocom, dpa:210707-99-295770/4

 


Werbeangebote und Informationen
So werden Sie gefunden!
Werbeangebote und Informationen