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Haus in Oranienburg evakuiert: Einsturz nicht ausgeschlossen

Feuerwehrleute stehen während einer Übung auf dem Hof des Feuerwehrgerätehauses. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild

Oranienburg (dpa/bb) - Weil Risse im Mauerwerk auftraten, hat die Feuerwehr in Oranienburg (Oberhavel) vorsorglich ein Haus evakuiert. Elf Menschen mussten am Montagabend ihre Wohnungen verlassen, wie ein Sprecher der Regionalleitstelle am Dienstag mitteilte. Verletzt wurde niemand. Sechs Bewohner kamen bei Angehörigen unter, fünf wurden von der Stadt in einem Hotel untergebracht. 20 Einsatzkräfte waren vor Ort. Eine anliegende Straße vor dem Gebäude musste gesperrt werden. Zuvor hatte die «Märkische Allgemeine» berichtet.

Die Ursache für die Schäden ist noch unklar. Baufachleute müssen das Haus zunächst untersuchen. Nach Aussage des Feuerwehrsprechers befindet sich neben dem Gebäude eine Baugrube, in dem der Grundwasserspiegel abgesenkt wurde. Daraufhin hätte ein Anwohner Risse im Mauerwerk des Gebäudes gemeldet. Die Stadt Oranienburg geht nach Angaben des Sprechers davon aus, dass ein Gutachter der unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises den Zustand des Gebäudes untersuchen wird. Man sei in enger Abstimmung mit dem Kreis.

Wie der Landkreis auf Nachfrage mitteilte, hätte ein Statiker die zuvor erlassene Nutzungsuntersagung für das Mehrfamilienhaus inzwischen bestätigt. Das Bauordnungsamt verhängte für die Baustelle auf dem Nachbargrundstück einen Baustopp, allerdings mit der Auflage, die Baugrube unverzüglich bis einen Meter Unterkante zum Erdboden wieder zu verfüllen. Die Maßnahmen zum Schutz und Erhalt des Hauses müssen anschließend gutachterlich festgestellt werden.

Die begonnene Grundwasserabsenkung für die Baugrube soll nach Einschätzung der Wasserbehörde nicht gestoppt werden, da sonst die Gefahr der Unterspülung des einsturzgefährdeten Hauses – und damit ein noch größerer Schaden – verbunden wäre.

© dpa-infocom, dpa:210824-99-948632/3


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