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Hauptpersonalrat für Lehrer dringt auf tägliche Tests

Ein Mann hält einen Corona-Schnelltest in der Hand. Foto: Fabian Strauch/dpa/Symbolbild

Potsdam (dpa/bb) - Der Hauptpersonalrat für Lehrkräfte in Brandenburg hält die Lage in Schulen wegen der steigenden Infektionszahlen für besorgniserregend und fordert mehr Corona-Tests. «Da der Virus sowohl von Geimpften, Genesenen oder Ungeimpften übertragen werden kann, ist für alle Personen, die die Schule betreten wollen, ein negativer täglicher Test unverzichtbar», heißt es in einem Maßnahmenpaket, das der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vorlag. Derzeit sind drei Tests pro Woche Pflicht.

Der Hauptpersonalrat dringt auch auf die Möglichkeit von Auffrischungsimpfungen für Lehrkräfte. Wenn beides für einen Zeitraum noch nicht komplett umgesetzt werden könne, solle übergangsweise Wechsel- oder Distanzunterricht angeordnet werden.

«Durch die ansteigenden Infektionszahlen in den Schulen, durch unterschiedlichste Quarantäneanordnungen und durch den hohen Krankenstand herrscht in vielen Klassen eine Situation, die einen geordneten Schulbetrieb nicht möglich machen», heißt es in einem Brief an Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) und Staatssekretärin Ines Jesse. «Es sind umgehend konkrete Maßnahmen zu ergreifen, die die Arbeitsbelastung senken, den Gesundheitsschutz aller Beteiligten sichern und dazu beitragen, dass ein möglichst langer Unterrichtsbetrieb unter realistischer Betrachtung der Pandemiesituation noch gesichert werden kann.»