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Gewalttat im Oberlinhaus: Verdächtige klagt gegen Kündigung

Eine Justitia-Büste thront über einem Eingang. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Potsdam (dpa/bb) - Einen Monat nach der Gewalttat in einem Potsdamer Wohnheim für Menschen mit Behinderungen mit vier Toten und einer Schwerverletzten hat die tatverdächtige Mitarbeiterin Klage gegen ihre Kündigung eingereicht. Die diakonische Einrichtung Oberlinhaus habe der Pflegemitarbeiterin die außerordentliche Kündigung ausgesprochen und hilfsweise eine ordentliche Kündigung, sagte der Sprecher des Potsdamer Arbeitsgerichts, Robert Crumbach, am Montag. Zu der daraufhin eingelegten Kündigungsschutzklage der 52-Jährigen sei am Donnerstag kommender Woche eine Güteverhandlung angesetzt.

Das Oberlinhaus wollte sich dazu nicht äußern. Sprecherin Andrea Benke erklärte, dies sei ein laufendes Verfahren, zu dem nur das Arbeitsgericht Auskunft geben könne. Der Rechtsanwalt der 52-Jährigen, Henry Timm, erklärte auf Nachfrage, dass er die Kündigungsschutzklage eingereicht habe. Weiter wollte er sich zu dem Verfahren nicht äußern.

Die Verhandlung erfolge vor der 7. Kammer unter der Vorsitzenden Richterin Birgit Fohrmann, sagte Crumbach. Das persönliche Erscheinen der 52-Jährigen sei nicht angeordnet worden.

In dem Wohnheim waren Ende April vier Bewohner getötet und eine Bewohnerin schwer verletzt worden. Tatverdächtig ist laut Staatsanwaltschaft und Polizei die 52-jährige Pflegekraft. Sie wurde kurz nach der Tat festgenommen und vom Gericht in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Sie soll auf ihre Schuldfähigkeit untersucht werden.

© dpa-infocom, dpa:210601-99-819908/3

 


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