Gesamtmetall kritisiert mangelnden Führungswillen von Scholz

Gesamtmetall kritisiert mangelnden Führungswillen von Scholz
Der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Stefan Wolf, sieht den mangelnden Führungswillen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) als einen wesentlichen Grund für die hohen Umfragewerte der AfD. "Viele Menschen erkennen, dass es in dieser Bundesregierung keine Führung gibt, ein Kanzler muss führen, und das lässt Herr Scholz komplett vermissen", sagte er dem "Handelsblatt". Die Bundesregierung müsse endlich die Themen, die die Menschen bewegten und die die AfD besetze, politisch angehen und die Probleme lösen - sonst gewinne die AfD die Wahlen, warnt der frühere Vorstandschef des Autozulieferers Elring-Klinger. Darunter seien etwa Migration, die Wirtschaftskrise oder die hohe Inflation. Im von Robert Habeck (Grüne) geführten Wirtschaftsministerium kümmerten sich zu viele Mitarbeiter um das Klima und zu wenige um die Wirtschaft, kritisiert der Gesamtmetall-Präsident. Deshalb mache er sich große Sorgen um den Standort.
Wenn die Regierung einfach so weitermache wie bisher, wäre das "eine Katastrophe für die Wirtschaft, weil so viele Investitionsentscheidungen anstehen, die derzeit nicht getroffen werden", sagte Wolf. "Wenn sich die Rahmenbedingungen etwa beim Thema Bürokratie oder Energiepreise nicht ganz schnell ändern, werden die Investitionen anderswo getätigt."

Anzeigen

Klicke auf das Banner enthält Werbung!