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Gedenkstätte: Sonderausstellung mit Werken von Klaus Staeck

Der Grafikdesigner und Karikaturist Klaus Staeck. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Potsdam (dpa/bb) - In einer Sonderausstellung zeigt die Potsdamer Gedenkstätte Lindenstraße Werke des Grafikdesigners und Karikaturisten Klaus Staeck. In der Schau «Klaus Staeck: Politische Plakate Revisited!» werden bis zum 6. August 37 Plakate des 1938 in Pulsnitz bei Dresden geborenen Künstlers sowie Module und Videos gezeigt, wie die Gedenkstätte auf ihrer Webseite mitteilte. Der 83-Jährige gehöre zu den bekanntesten Plakatkünstlern Deutschlands, seine Plakate zielten auf politische Akteure und Ereignisse in der alten Bundesrepublik. Die Ausstellung sollte am Abend zunächst online eröffnet werden.

Staecks politische Plakate seien teils schon mehr als 40 Jahre alt und dennoch so aktuell wie eh und je, sagte Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) in einer Videobotschaft zur virtuellen Eröffnung. «Sie sind Werke eines großen künstlerischen und politischen Geistes - und Ermunterung, eine bessere, gerechtere, friedlichere Welt nicht aus dem Blick zu verlieren», sagte die Ministerin. Auch in der DDR hätten die Plakate Wirkung gezeigt und auf die Verhältnisse der eigenen Gesellschaft verwiesen.

Nach Angaben der Gedenkstätte eröffneten Mitglieder des Neuen Forums am 1. Mai 1990 die erste Staeck-Ausstellung in dem Haus: Anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahlen habe der Plakatkünstler seine provokativen Kunstwerke in den Gängen des ehemaligen Hafthauses gezeigt. 31 Jahre danach zeige die Sonderschau die Plakate erneut und wolle damit neue Perspektiven auf den historischen Ort eröffnen: «Welche Akteure der Potsdamer Demokratiebewegung waren beteiligt, welche Aufbruchsstimmung herrschte in Potsdam wenige Tage vor den ersten freien Kommunalwahlen?»

Die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße erinnert nach Angaben des Kulturministeriums im dem ehemaligen Gefängnis an Verfolgte der NS-Diktatur, der sowjetischen Besatzungsherrschaft sowie der SED-Diktatur. Sie engagiere sich für politisch-historische Bildung und fördere Wissenschaft und Forschung in der Gedenkstätte.

© dpa-infocom, dpa:210504-99-466942/2

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