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Gasag rechtfertigt Preise für Neu- und Bestandskunden!

Gasag rechtfertigt Preise für Neu- und Bestandskunden! Jörg Carstensen/dpa

Der Berliner Gas-Grundversorger Gasag hat nach Kritik von Verbraucherschützern die für Neukunden besonders hohen Tarife für die Ersatzversorgung gerechtfertigt. «Die Turbulenzen auf den Energiemärkten seit dem Herbst 2021 führten zu Liefereinstellungen und auch Insolvenzen von Wettbewerbern», teilte das Unternehmen auf Anfrage am Dienstag mit. «Für die Tausenden von Neukunden, die ab Dezember 2021 ungeplant in die Ersatzversorgung gefallen sind, musste die Gasag ad hoc Erdgasmengen zu sehr hohen Preisen einkaufen.»

Seit Anfang Mai zahlten Neu- und Bestandskunden wieder den gleichen Preis, hieß es. Angesichts der hohen Preise gebe es für betroffene Kundinnen und Kunden die Möglichkeit für Ratenzahlungen oder Stundungen. In Absprache mit Kunden trete der Gasag-Kundenservice auch direkt mit Ämtern in Kontakt, um Unterstützung bei der Bezahlung der Energierechnung zu organisieren, teilte das Unternehmen mit. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte die unterschiedlichen Tarife für Neu- und Bestandskunden bei der Grund- und Ersatzversorgung kritisiert und angekündigt, eine Musterfeststellungsklage anzustreben.

Die Gasag bürde «die erhöhten Beschaffungskosten auf dem Energiemarkt in erster Linie den Neukundinnen und Neukunden auf und schafft damit ein aus unserer Sicht unzulässiges Zweiklassensystem», sagte vzbv-Rechtsreferent Henning Fischer. Neukunden hätten in der Grund- und Ersatzversorgung mehr als doppelt so viel gezahlt wie Bestandskunden. Für die angestrebte Klage suche der Verband nun Betroffene.


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