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Für zwei Jahre: Jahnstadion für Viktoria und Thunder offen

Berlins Sportsenator Andreas Geisel (SPD). Foto: Annette Riedl/dpa

Berlin (dpa) - Fußball-Drittligist FC Viktoria 89 und die American Footballer von Berlin Thunder können ihre Pflichtspiele im Jahnsportpark austragen. Am Freitag teilte die Senatsverwaltung für Inneres und Sport mit, dass das Stadion im Jahnsportpark als Spielstätte wieder nutzbar gemacht werden könne. «Wir hatten dem FC Viktoria Unterstützung bei der Stadionsuche zugesagt und unser Versprechen gehalten», sagte Sportsenator Andreas Geisel (SPD), «als Sportmetropole sind wir stolz auf den erfolgreichen Aufstieg von Viktoria und nutzen alle Möglichkeiten, unsere Vereine - ob im Profi- oder Amateursport - zu unterstützen. Nun ist es uns gelungen, für Viktoria eine Lösung zu finden, die die Anforderungen des DFB erfüllt und die für einen Drittligisten wirtschaftlich zu stemmen ist.»

Die Betriebserlaubnis für das Große Stadion war zum Ende des vergangenen Jahres ausgelaufen und sollte nicht erneuert werden. Geplant war zunächst, das Stadion abzureißen und an dessen Stelle eine behindertengerechte Arena zu errichten. Die Pläne wurden aber nach der Schließung ad acta gelegt, um erneut über die Zukunft des Stadions nachzudenken. Die Senatsverwaltung hatte deshalb beim zuständigen Bauamt Pankow prüfen lassen, ob ein Spielbetrieb gewährleistet werden könne und eine temporäre Genehmigung für zwei Jahre beantragt.

«Man darf nicht vergessen, dass Schul- und Vereinssport nach dem Auslaufen der Betriebsgenehmigung weiterhin im Innenraum des Stadions stattgefunden hat», sagte Martin Pallgen, Pressesprecher der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, der Deutschen Presse-Agentur. Um die Genehmigung zu erhalten, bleibt die Haupttribüne weiter gesperrt und die Zuschauerkapazität wird um 50 Prozent auf rund 10 000 Plätze gesenkt.

Eine für die 3. Liga geforderte Flutlichtanlage wird im Innenraum installiert werden, die lediglich das Spielfeld beleuchtet. Die Kosten für die Sicherstellung des temporären Betriebs übernimmt die SEH Sports & Entertainment Holding aus Hamburg, die sowohl Investor von Viktoria als auch Thunder ist.

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