Bericht:

Füchse starten in eine ungewisse Saison

Füchse-Trainer Velimir Petkovic. Foto: Andreas Gora/Archivbild

Berlin (dpa) - Mit vielen Fragezeichen startet Handball-Bundesligist Füchse Berlin in die neue Pflichtspielsaison. Denn eigentlich weiß keiner so genau, wo das Team aktuell steht. «Ein kleines Bauchgrummeln ist deshalb schon da», meint Nationalspieler Paul Drux. Wenn man aber Trainer Velimir Petkovic glauben schenken darf, sind die Füchse in der beginnenden Saison zu Großem berufen. «Wenn alle gesund und zusammen bleiben, können wir Kiel und Flensburg attackieren», glaubt der Coach.

Das Potenzial sei da. «Aber das ist nur die halbe Wahrheit», meint Drux. Zwar hat Petkovic bis auf den langzeitverletzten Rückraumspieler Marko Kopljar wieder alle Mann an Bord, aber die Verletztenmisere der letzten Saison hat immer noch Folgen. «Wir haben Topleute, aber die sind noch nicht alle voll belastbar», klagt der Trainer. Fabian Wiede, Frederik Simak, Stipe Mandalinic und Simon Ernst sind nach ihren Verletzungspausen noch nicht wieder bei hundert Prozent.

Besonders Spielmacher Simon Ernst, der Hoffnungsträger der Berliner, braucht noch Zeit. «Was er im Training zeigt ist phänomenal. Er sollte einer der besten deutschen Spieler sein», lobt ihn Petkovic. Seit einem Jahr ist der 25-Jährige in der Hauptstadt, hat aber nach seinem Kreuzbandriss noch kein Pflichtspiel absolviert. Fast zwei Jahre konnte er nicht spielen. «Wir müssen deshalb die Belastung steuern», sagt Ernst. Das weiß auch Petkovic. «Jeder muss seine Zeit bekommen, jeder muss bei mir Kredit bekommen, Fehler zu machen. Er wird noch ein, zwei Monate brauchen», so der Coach.

Aber das gilt aber auch für die gesamte Mannschaft. In der Vorbereitung wurde viel in der Deckung gearbeitet. «Denn die hatte uns in den letzten Jahren so stark gemacht», meint Drux. Bisher ging das Rezept aber noch nicht auf. Die erhoffte Steigerung zur verkorksten letzten Saison war noch nicht zu erkennen. «Ich kann nicht sagen, das es jetzt besser ist», sagt deshalb auch Petkovic. Gleichzeitig beruhigt er auch: «Wir geraten aber nicht in Panik, nur weil noch nicht alles funktioniert.»

Die Saisonziele bleiben deshalb auch eher schwammig. «Ich hoffe wieder auf eine starke Saison im EHF-Pokal. In der Bundesliga wollen wir den Abstand auf die absolute Spitze wieder verkürzen», sagt Drux. Der 24-Jährige ist optimistisch. «Mit dem Wettkampfdruck werden wir auch wieder zu alter Stärke finden», hofft er.

Eine erste Standortbestimmung erwartet die Füchse am Wochenende. In der ersten Runde des DHB-Pokals treten die Berliner in Spenge am Samstag gegen Zweitligaaufsteiger HSG Krefeld an. Bei einem Erfolg ginge es dann am Sonntag gegen den Sieger der Partie TuS Spenge gegen TuS N-Lübbecke. Nach der holprigen Vorbereitung warnt Petkovic sein Team: «Bei einem Bundesligisten ist jeder hellwach, bei einem Zweitligisten muss der Trainer motivieren. Die geben immer Gas bei solchen Turnieren.»

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