Forschungspreis der Einstein Stiftung in Berlin verliehen

Preisträgerin Anne Gärtner, TU Dresden, kommt zur Preisverleihung des «Einstein Foundation Awards».Foto: Jens Kalaene/dpa

Mit dem Einstein Foundation Award werden internationale Wissenschaftler und Forschungsprojekte ausgezeichnet. Am Donnerstag wurden die Preise vergeben. Unter den Gewinnern ist auch eine deutsche Forscherin.

Der belgische Bioinformatiker Yves Moreau, die Dresdner Psychologin Anne Gärtner sowie eine Forschungsinitiative aus Kalifornien sind am Donnerstag mit dem Einstein Foundation Award ausgezeichnet worden. Die Preise wurden am Abend im Bode-Museum von der Einstein Stiftung Berlin vergeben. Sie sind mit insgesamt 500.000 Euro dotiert. Die Preisträger wurden bereits vergangenes Jahr bekannt gegeben. An dem Festakt nahmen auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) teil.

Yves Moreau von der Katholischen Universität Löwen erhielt für seine Arbeit ein Preisgeld von 200.000 Euro. Der Professor für Ingenieurwissenschaften wurde für sein Engagement für den Schutz der Privatheit humangenetischer Daten, insbesondere von ethnischen Minderheiten, ausgezeichnet.

Die Berkeley Initiative for Transparency in the Social Sciences aus den USA wurde mit 200.000 Euro geehrt. «Die Initiative setzt sich für eine ethische, transparente und reproduzierbare Forschung in den Sozialwissenschaften ein, um der Glaubwürdigkeitskrise der Wissenschaften entgegenzuwirken und eine verlässliche Basis für politische Entscheidungen zu schaffen», teilte die Einstein Stiftung Berlin zur Begründung mit.

Anne Gärtner von der TU Dresden erhielt 100.000 Euro für ihr Projekt «Responsible Research Assessment». Die Neurowissenschaftlerin will neue Kriterien für die Bewertung von Forschungsleistung entwickeln, die Qualität statt Quantität in den Vordergrund stellen.

Der Preis wurde das dritte Jahr in Folge vergeben. Er wird in Kooperation mit dem Quest Center for Responsible Research am Berlin Institute of Health der Charité vergeben, von der Damp Stiftung über einen Zeitraum von zehn Jahren finanziert und zusätzlich vom Land Berlin gefördert.